Veröffentlicht in Allgemein, Kinder

Wie gestalte ich unser Wochenende, so das wirklich Alle zufrieden sind?

Dies ist mein Beitrag zur Blogparade von Andrea

Zu unserer Familie gehören neben meinem Mann, unsere beiden Kinder die fünf und zwei Jahre alt sind. Die drei alle gleich zufrieden zu stellen ist beinahe unmöglich. Aber an diesem Wochenende versuchen wir es.

 

Heute ist Samstag, die Nacht hatte -4°C. Am Tage ist es auch nicht viel wärmer, da fällt ein Freibadbesuch schon mal aus. Okay, Scherz beiseite.

 

Den Vormittag verbringen wir folgendermaßen:

Mein Mann arbeitet in seiner Werkstatt. Mein Mann ist selbständig. Und das im wahrsten Sinne des Wortes. Er arbeitet selbst und ständig. Und das auch ständig am Wochenende.  Er hat seine Werkstatt aber bei uns auf dem Grundstück. Er ist also nicht weit weg von uns. Sein Arbeiten bringt aber auch drei große Vorteile:

·      Wir hängen uns nicht ständig auf der Pelle rum und schaffen damit noch mehr Reibungspunkte

·      Die Laune meines Mannes wird besser, wenn er seine Aufträge erledigt hat. Er hat den Kopf wieder etwas freier.

·      Er verdient das Geld für unseren Lebensunterhalt. Wir können unsere Rechnungen bezahlen und leben deutlich entspannter

 

Mit den Kindern habe ich ihre Spielecke und das Wohnzimmer (welches auch als Spielzimmer genutzt wird) aufgeräumt. Bei der Fünfjährigen kam das natürlich nicht so gut an. Aber sie ist in einem Alter in dem sie das Aufräumen wirklich lernen muss. Im Kindergarten klappt das wohl schon ganz gut, also wird es höchste Zeit, es auch zu Hause zu lernen. Der Zweijährige machte uns so manches Mal ein Strich durch die Rechnung. Neulich las ich einen Post der das sehr gut trifft:

Aufräumen, wenn die Kinder zu Hause sind, das ist wie mit Nutella Zähne putzen

 

Nun ja, irgendwie klappte es doch. Ich bin ja jetzt auch nicht so pingelig.

 

Nach einer kurzen Mittagspause ging die Große mit ihrer Freundin zu ihrem Pony rüber. Da kann sie übrigens die Pferdeäpfel aus dem Stall holen und den Stall fegen. Aber zu Hause ist Aufräumen ja was Anderes. Sie liebt Pferde über alles, da geht ihr Herz auf. Als sie dann mit rotgefrorener Nase wieder vor mir stand war sie ausgeglichen und munter. Nein, kalt war ihr überhaupt nicht.

Während die Große bei den Ponys war, spielte ich mit dem Kleinen. Der ist inzwischen ein richtiger Raufbold geworden. Zimperlich ist der nicht. Zum Schluss juchte er vor Freude, weil ich ihn auskitzelte. Kaum lies ich von ihm ab, brüllte er: „Nomal“ Kein Problem. Wir beide kamen mächtig ins Schwitzen.

 

Danach trotzten wir der Kälte und gingen spazieren. Mit Mann und Hund. Die frische Luft, tat uns einfach nur gut, man muss nur erst den inneren Schweinehund überwinden. Die Kinder waren gut und warm angezogen. Nur ich fror. Aber ich friere schon bei weniger als 20°C Außentemperatur.  Nach einem kleinen Spaziergang durchs Dorf, war unser Ziel der Spielplatz. Die Kinder tobten sich richtig aus. Nach kurzer Zeit kam noch ein befreundetes Paar mit ihren beiden Kindern dazu. Sehr, sehr schön mit anzusehen, wie die Kinder spielten. Wir Erwachsenen tauschten noch den neuesten Klatsch und Tratsch aus. Aber auch da gab es nichts Neues. Nach einer dreiviertel Stunde hatten die Kinder sich ausgetobt. Es wurde dunkel, ab nach Hause.

Am Wochenende bleibt meine Küche meistens kalt. Unsere Pinnwand hängt voll mit etlichen Speisekarten vom Pizza, Gyros oder Currywurst-Mann. Was darf es denn heute sein? Der Kleine brüllte gleich nach „Bommes“, die Große wollte aber unbedingt Spaghetti Carbonara, mir war es egal, Papa wollte Pizza. Also erhielt der Pizzadienst den Zuschlag. Der hat auch Bommes für den Kleinen im Angebot. Aber er aß auch gerne von meiner Pizza mit.

Nach dem Essen steckten wir beide Kinder in die Badewanne. Beide sind glücklicherweise noch in dem Alter in dem sie gerne zusammen baden, mal schauen, wie lange das noch gut geht. Wie schön, dass das warme Wasser die Kinder so müde machte. Oder war es die Schaumschlacht? Egal Hauptsache müde. Die Kinder schliefen ruckizucki ein. Was für eine Ruhe im Haus.

Jetzt begann mein Wohlfühl-Programm vom Wochenende. Endlich hatte ich Zeit und Muße mich an meinen heißgeliebten PC zu setzen. Und dies hier zu Schreiben.  Aber erstmal kurz auf Facebook vorbeischauen. Was gibt es Neues? Auch hier nicht viel. Die Trump-Sache macht mir echt Sorgen. Und die Sarah und Pietro-Story geht mir mächtig auf die Nerven.

Ich schloss Facebook und beginne diesen Text zu schreiben. Ich merke, ich werde ruhiger. Ich entspanne mich dabei, wie ich den Tag Revue passieren lasse.

Wir haben einen ganz normalen Tag verlebt, wie es Millionen andere auch tun. Manche mögen sagen:

 

„Nichts Spektakuläres!“

                                                           „Ein ganz normaler Tag!“

                                                                                   „Warum schreibst du da drüber?“

            „War doch total langweilig!“

 

 

Stimmt es war ein ganz normaler Tag! Es war ein ganz normaler Tag mit der Familie, als Familie. Jeder kam auf seine Kosten. Wir haben gelacht und geweint, gefroren und geschwitzt, gearbeitet und relaxt. Es war alles dabei. Und wenn man den Tag mit seinen Liebsten verbringen darf, dann kann es nur ein guter Tag gewesen sein.

 

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Autor:

Ich lebe mit meinem Mann und den beiden Kindern (5 und 2 Jahre) auf dem platten Land, kurz vor dem Moor (echt jetzt) in Niedersachsen. Zu unserer Familie gehören noch unser Hund Charlie und unsere Ersatz-Großeltern.

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