Veröffentlicht in Allgemein, Blogparade

Vater, Mutter, Kind und dann?

 

Dies ist mein Beitrag zur Blogparade der lieben Ivy von mamasdaily.net

 

 

Als ich mit Kind 1 schwanger war, stand schnell für mich fest, dass ich nicht noch einmal schwanger werde. Das tue ich mir nicht alles noch einmal an. Nein, Danke!

Von SSW 7 bis 12 hing ich nur über der Kloschüssel. Von wegen morgendliche Übelkeit, ich erbrach zu jeglichen Uhrzeiten. Nach SSW 12 erbrach ich nur noch morgens und abends. Aber ein wirklicher Fortschritt war das auch nicht. Ab der 20. SSW bekam ich ein Beschäftigungsverbot wegen vorzeitiger Wehen. Ab da hatte ich große Angst vor einer Frühgeburt und hangelte mich von Schwangerschaftswoche zu Schwangerschaftswoche. Am Tag des errechneten Termins platzte dann die Fruchtblase. Im Krankenhaus angekommen ging es ganz schnell. Sofortiger Kaiserschnitt, das Baby ist zu klein und wäre nicht gesund, und würde eine normale Geburt nicht überstehen. Wir bekamen glücklicherweise ein kerngesundes Baby, das weder zu klein, noch krank war. Wir hatten echtes Glück.

Aber wie schon gesagt, das Thema Geschwisterchen war erstmal komplett abgehakt. Auch weil die erste Zeit mit Kind eine absolute Herausforderung war und wir so manches Mal an unser Grenzen kamen.

 

Als unsere Tochter ungefähr zwei Jahre alt war, da reifte in mir doch noch der Wunsch nach einem Geschwisterchen. Ich vertrug plötzlich keine Pille mehr, wie sollte es denn jetzt mit der Verhütung weitergehen?  Ich erwähnte das mal so ganz beiläufig. Mein Mann reagierte irgendwie gar nicht, er hatte nicht zugehört. Etwas später bemerkte er so ganz nebenbei, wie groß unsere Tochter doch schon geworden sei, und ob wir nicht doch noch ein zweites Kind möchten. Ich sprang sofort drauf an. Abgemacht: Mission Kind Nr. 2 konnte beginnen.

 

Ich mache es kurz. Unser zweites Kind ist ein Junge. Ich habe viel länger über der Kloschüssel gehangen, gearbeitet habe ich in der Zeit gar nicht. Und wir haben uns für einen geplanten Kaiserschnitt entschieden, weil ich doch noch sehr traumatisiert von der ersten Geburt war. Ständig ging mir durch den Kopf, was alles hätte passieren können.

 

Aber trotzdem, war diese Entscheidung, ein zweites Kind zu bekommen, einfach richtig. Natürlich machen zwei Kinder doppelt so viel Stress, Lärm, Sorge und Dreck. Aber sie geben uns auch doppelt so viel Liebe, Sonne, Wärme und Kuscheleinheiten zurück. Und das ist doch das Wichtigste. Ich habe meine beiden Kinder gleich intensiv lieb. Ich kann beiden gerecht werden, auch wenn mal einer etwas warten muss. Stolz betrachte ich immer wieder meine beiden Kinder und muss immer wieder das Lied von Silbermond summen (du bist das Beste was mir je passiert ist……..).

 

Ich hatte einfach das Gefühl, das wir mit einem Kind noch nicht komplett waren, da fehlte noch wer. Jetzt ist dieses Gefühl weg. Wir sind komplett.

 

Im nächsten Sommer kommt der Kleine in den Kindergarten und die Große in die Schule. Oje, was mache ich denn dann mit meiner ganzen freien Zeit? Mein Frauenarzt erwähnte bei meiner letzten Untersuchung, das meine Eierstöcke immer noch arbeiten würden. Und es sicherlich kein Problem wäre, noch einmal schwanger zu werden. Ein drittes Kind? Meine Gedanken drehten sich. Nein, wir sind froh und dankbar, das wir zwei gesunde Kinder haben. Ein drittes Kind, nein das kommt nicht in Frage.

 

Ich kann auch wohl sehr gut mit meiner freien Zeit umgehen. Ich werde mich noch mehr auf meinen Blog konzentrieren und eifrig weiterschreiben.

 

Aber mal ganz ehrlich, hat man als Mutter eigentlich freie Zeit? Man ist doch immer mit der Familie beschäftigt oder zumindest kreisen die Gedanken immer um die Familie. Jedenfalls ist das bei mir so.

 

Eure Nadine

 

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Autor:

Ich lebe mit meinem Mann und den beiden Kindern (5 und 2 Jahre) auf dem platten Land, kurz vor dem Moor (echt jetzt) in Niedersachsen. Zu unserer Familie gehören noch unser Hund Charlie und unsere Ersatz-Großeltern.

2 Kommentare zu „Vater, Mutter, Kind und dann?

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