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Kindermund tut Wahrheit kund

Wenn man kleine Kinder hat, muss man echt vorsichtig sein, mit dem was man sagt. Unsere Tochter, eher schüchtern, kann aber so richtige Knaller rauslassen.

Vor kurzem zog mich ihre Erzieherin in eine ruhige Ecke und erzählte mir folgendes:

Ein Vater war in den Kindergarten gekommen um seine Tochter abzuholen. Meine Tochter stand in der Tür und meinte: „Oh, nicht schon wieder dieser Eierkopf!“ Die Erzieherin überspielte dann schnell diese Situation, sprach aber meine Tochter später drauf an. Warum sie den Mann als Eierkopf bezeichnet hätte und warum sie so etwas sagen würde.

Die Antwort meiner Tochter: „Mama sagt auch immer Eierkopf zu dem!“

Da war er wieder dieser Moment, wo man nicht weiß ob man stolz oder beschämt sein soll. Insgeheim war ich stolz auf meine Tochter, das sie sich so schön behaupten konnte. Und das sie absolut nach mir kommt, bloß kein Blatt vor dem Mund nehmen.

 Ich spielte ein bisschen die geschockte Mutter, aber ein Grinsen konnte ich auch nicht mehr unterdrücken. Da konnte auch die Erzieherin sich das Lachen nicht mehr verkneifen. Sie meinte das das schon sehr viel Situationskomik gehabt hätte. Meine Tochter hätte schon sehr darauf bestanden, dass dieser Mann wirklich Eierkopf hieße.

Ich versprach, dass ich jetzt vermehrt darauf achten wollte, was ich so von mir gebe. Vor allem darauf zu achten, nicht jeden Spitznamen vor unserer Tochter rauszulassen. Ich habe nämlich für so einige Leute meine Spitznamen und die sind nicht schmeichelhaft.

Etwas später erzählte sie dann im Kindergarten: „Bei uns zu Hause ist der liebe Gott gewesen, und er hat gesagt, dass alle mal wieder in die Kirche kommen sollen.“ Bei uns war der Pastor zu Besuch gewesen, zum Taufgespräch ihres Bruders. So ganz hohen Besuch empfangen wir nicht.

 

Sonst ist unsere Tochter ein sehr aufmerksamer Mensch. Wenn sie etwas nicht versteht, fragt sie sich das schon sehr genau nach.

„Oma, warum bist du so dick?“

„Mama, ist das der Vollpfosten der eben vor uns hergeschlichen ist? Hat der wirklich seinen Führerschein im Lotto gewonnen?“

Zur Kassiererin an der Kasse: „Wir gehen an eine andere Kasse, weil Mama dich nicht mag!“ oder

„Mama, hier gibt es keine Mia & Me -Zeitung. Fahren wir noch in einen vernünftigen Laden?“

Zur Nachbarin: „Ich habe letztens gekotzt, ins Auto. Ganz schön viel kam da raus!“

 

Wie schon geschrieben, ich schwanke öfters zwischen Stolz und Scham.

 

 Dies ist mein Beitrag zur Blogparade von Hallo liebe Wolke

 

 

 

 

Autor:

Ich lebe mit meinem Mann und den beiden Kindern (5 und 2 Jahre) auf dem platten Land, kurz vor dem Moor (echt jetzt) in Niedersachsen. Zu unserer Familie gehören noch unser Hund Charlie und unsere Ersatz-Großeltern.

5 Kommentare zu „Kindermund tut Wahrheit kund

  1. Oh, darüber freue ich mich sehr! 😊
    Danke für Deinen Beitrag!
    Hast Du eine Facebook-Seite? Die würde ich dort dann gerne verlinken.

    Liebe Grüße
    Susanne

    Gefällt mir

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