Veröffentlicht in Allgemein, Spontan Freizeit

Wie ein Tag ohne meine Kinder aussehen würde

 

War das alles nur ein Traum?

Wer hat mir denn da eben ins Ohr geflüstert: „Dieser Tag heute ist ein ganz besonderer für dich liebe Nadine. Die Kinder sind heute nicht da. Du kannst den ganzen Tag, das machen was du möchtest.“ 

Ja, träum weiter! Denke ich. Wie lange es wohl noch dauert bis die Kinder ins Zimmer stürmen..

 

Aber wenn das wirklich wahr wäre, was würde ich dann den ganzen Tag machen?

 

Ganz spontan fällt mir da eine Szene aus der US-Serie King of Queens ein. Dort stellt Doug sich vor, wie es wäre wenn Schwiegervater Arthur mal nicht da wäre. Doug tanzte splitterfasernackt und Pizza essend auf dem Sofa. So oder so ähnlich könnte ich mir das auch vorstellen. Nein, mal im Ernst.

 

Als allererstes würde ich ausschlafen.

Dann würde ich ein heißes Bad nehmen, ohne dass da jemand an der Tür steht und stört. Oder womöglich gleich noch jemand mit in die Badewanne huscht.

Nach einem ausgedehnten und gesunden Frühstück, bei dem keiner brüllt und schon gar nicht sein Frühstück auf dem Boden verteilt, mache ich mich fertig und beginne mit einer langen Shoppingtour. Bei dieser Shoppingtour muss niemand alle 200 Meter Pipi und möchte auch nicht getragen werden. Ich schaue auch nur nach Sachen für mich. Ich fahre mit meinem Cabrio (ich habe plötzlich ein Cabrio?????) bei lauter Musik durch die Gegend. Ich genieße die Sonne und habe die beste Laune der Welt. Ich kann mir so viel Zeit der Welt nehmen wie ich möchte. Kein Zeitdruck, keine Abholtermine.

Wieder zu Hause würde ich erstmal ein kleines Nickerchen machen. Shoppen kann ja so anstrengend sein. Nach zwei bis drei Stunden sehr erholsamen Mittagsschlafs würde ich ganz für mich alleine, und ohne schlechtem Gewissen eine Tüte Chips essen. Ich würde meine gekauften Sachen x-mal anprobieren und albern Posen vor dem Spiegel. Es sieht mich ja keiner.

Dann treffe ich mich mit meiner besten Freundin. Wir haben uns schon so lange nicht mehr gesehen und so viel zu erzählen. Und endlich geht das mal ohne das man unterbrochen wird, oder ein Kind vor einem bösen Sturz bewahren muss. Herrlich einfach mal wieder Tratschen und auch ein bisschen Lästern. Wer hat was mit wem? Wer geht fremd? Das habe ich doch immer gewusst, dass das mit der nicht gut geht.

 

Am Abend, wenn mein Mann nach Hause kommt und mich fragen würde:  Wie war dein Tag?“ Was würde ich da antworten?

„Liebling, das war ein wirklich schöner Tag. Ich konnte endlich mal wieder das machen, wonach mir war. Ich musste auf niemanden Rücksicht nehmen, musste niemanden Abholen oder Hinbringen. Ich habe einfach nur das gemacht, wonach mir der Sinn stand. Das war echt schön. Aber bitte gib mir jetzt die Kinder zurück, ich vermisse sie schon ganz arg. Denn mein Leben ist das Leben mit euch, mit meiner Familie. „

 

So ein kleiner gedanklicher „Seitensprung“ hat mir echt Spaß gemacht. Wenn ich mir selber aber immer mal wieder die Möglichkeit gebe, einen kleinen Teil dieses Tages doch zu erleben. Dann ist die Sehnsucht darauf auch nicht so groß. Ich treffe mich gerne mal auf eine Tasse Kaffee. Ich gehe auch mal alleine shoppen. Und ich nehme ein heißes Bad nachdem die Kinder gebadet haben.

Was ich aber nie alleine schaffe ist die Tüte Chips zu essen. Das hören meine Kinder durch drei Wände und sechs Türen. Und dann stehen wir meist zu dritt grinsend am Schrank und essen Chips.

  

 Dies ist mein Beitrag zur Blogparade der lieben Carola von Kids and Cats. Sie fragte: Stell dir vor, du hast spontan Freizeit. Was machst du als erstes?

 

 

 

Veröffentlicht in Allgemein, Glücksbringer der Woche

Glücksbringer der Woche

Wer ist mein Glücksbringer der Woche?

Ist es der nette junge Mann der mich an der Supermarktkasse vorlässt, weil ich ein kleines Kind dabei habe?

Ist es die nette Apothekerin die mir und meiner Familie „gute Besserung“ wünscht?

Ist es die nette Dame die sich entschuldigt, weil sie sich am Telefon verwählt hat?

 

Nein, diese Menschen erhellen zwar ein bisschen meinen Tag, aber meine absoluten Glücksbringer, sind meine Kinder.

Und hier lest ihr nur ein kleines Beispiel, warum das so ist.

 

Meine kleine große Maus,

was war das heute für ein aufregender Tag. Ja es war super stürmisch und geregnet hat es fast ununterbrochen. Es war kalt und unangenehm. Diese Kälte zog so richtig durch Mark und Bein. Aber für uns beide wird dieser Tag unvergessen bleiben, oder?

Du bist so groß geworden. Bald wirst du schon sechs Jahre alt. Im Sommer kommst du in die Schule, ich kann das immer noch nicht glauben. Oje, wo ist nur die Zeit geblieben? Meine kleine Maus geht in die Schule. Mama wird viel weinen, glaub mir.

Heute war der Tag, auf den du ein Jahr gewartet hast. Heute haben wir deinen Schulranzen gekauft. Du kleiner Dickkopf hattest ganz genaue Vorstellungen wie der Ranzen auszusehen hat. Rosa oder Lila mit Pferden drauf. Mich interessiert eher das Gewicht und wie der Ranzen an dir sitzt. Als wir beide total nervös bei diesem wundervollen Laden ankommen, ist dort noch Mittagspause. Wir drücken unsere Nasen an der Schaufensterscheibe platt. Die Ranzen dort gefallen uns schon ganz gut. Im Laden werden wir super beraten, du machst gut mit, das war nicht immer so. Wie ich dich so mit Ranzen auf dem Rücken durch den Laden stolzieren sehe, kommen mir fast die Tränen. Wir einigen uns sehr schnell auf einen, der uns beiden gefällt. Lila mit Pferdestickern, die man austauschen kann.

Auf dem Weg zurück zum Auto trägst du deinen Ranzen natürlich auf dem Rücken und auch im Auto lässt du ihn nicht aus den Augen. Zu Hause zeigst du Papa und einem Bruder stolz das Prachtstück. In deinem Zimmer inspizierst du ihn ganz genau. Immer wieder auf und zu, auf den Rücken, runter vom Rücken, Federmappe raus, auf und wieder zu. Es ist so wunderschön dir dabei zuzusehen.

Dabei wir mir immer mehr klar, dass ich dich wieder ein Stück loslassen muss, wenn du zur Schule gehst. Aber genau das ist ja mein Problem, schon immer gewesen.

Aber dann bekam ich wohl einen Wink von oben. Dein erster Wackelzahn, der schon ein paar Tage gewackelt hatte, fiel aus. Ich werde versuchen dich in ganz kleinen Mäuseschritten gehen zu lassen. Nur so kann ich das. Ich bin immer für dich da, egal was passiert.

Ich liebe dich über alles mein Schatz für immer.

 

Dieser Beitrag wurde inspiriert von der lieben Janina mit ihrem Blog lebensbeat und meiner wundervollen Tochter

Veröffentlicht in Allgemein, Danke, Kinder, Schwangerschaft

Meine Hebamme ist für mich so wichtig gewesen

 

 

 

Dieser Artikelwurde auch auf 1-2-familiy.de veröffentlicht. Ich durfte dort als Gastautorin wertvolle Erfahrungen sammeln. Das war sehr wichtig für mich. Vielen Dank dafür

 

Das meine Hebamme für mich und meine beiden Kinder einmal so wichtig werden würde, hätte ich nie gedacht. Sie arbeiten nicht nur im Kreißsaal und helfen bei der Geburt. Meine Hebamme war vor allem auch eine psychische Stütze für mich.

Hier ist meine Geschichte

Als ich von meiner ersten Schwangerschaft erfuhr, war ich obwohl die Schwangerschaft geplant war, ziemlich überrumpelt. Wie hat es jetzt doch geklappt? Und nun, was muss ich denn jetzt machen?

Im Internet las ich immer wieder, man sollte sich schon früh eine Hebamme suchen und zu einem Geburtsvorbereitungskurs anmelden. Ich meldete ich also brav bei der Hebamme in meiner Nähe für diesen Kurs an.

Nee, bin ja nur schwanger und nicht krank

Bei dem sehr netten Telefonat merkte ich gleich, das wir auf einer Wellenlänge lagen. Als sie mich dann fragte, ob ich Probleme hätte und ob sie vorbeikommen sollte, lachte ich leise und sagte: „Nee, alles gut. Bin ja nur schwanger und nicht krank!

Ich ahnte nicht, dass sich das ein paar Wochen später ändern würde.

In der 20 SSW bekam ich vorzeitige Wehen. Nichts ging mehr. Ich durfte nicht mehr arbeiten, sollte viel liegen. Mein Frauenarzt machte mir große Angst. Ich sah immer nur die Bilder von Frühchen vor mir, die in ihren Brutkästen lagen und hart um ihr Leben kämpfen mussten. Diese dünne Haut, die durchscheinenden Gefäße. Ich war panisch und hatte große Angst um unser Baby. 20 SSW, da ist das Baby noch nicht lebensfähig.  Ich weinte viel.

 

Sie beruhigte mich mit wenigen Worten

Ich rief meine Hebamme an, sie kam sofort. Wir lernten uns zwar jetzt erst persönlich kennen, aber sie bemerkte sofort meine Verunsicherung. Sie beruhigte mich mit wenigen Worten. Auch so ein Talent, was nur wenige Menschen besitzen. Alles halb so schlimm, die Frauenärzte machten es immer sehr dramatisch, damit die Frauen sich auch wirklich schonen würden.

Neben den beruhigenden Worten, gab es noch unheimlich viele Tipps und Tricks. Und ein tolles homöopathisches Pulver, das die vorzeitigen Wehen wieder verschwinden lassen sollte. Nach diesem Gespräch war ich wieder in der Spur. Ich war beruhigt. Ich schonte mich und die vorzeitigen Wehen verschwanden. Einmal weil ich wirklich viel gelegen habe und mich geschont habe und weil meine Hebamme sofort an meiner Seite war. Sie hat mich nicht als panische Schwangere abgetan, sie hat mich ernst genommen.

Endlich konnte ich meine weitere Schwangerschaft genießen. Der Bauch wurde runder. Viel Neues aber auch viel Erschreckendes gab es beim Geburtsvorbereitungskurs. Aber immer mit ganz viel Spaß bei der Sache.  Einige Dinge bleiben einfach in der Erinnerung und ich schmunzle alleine beim Gedanken an das laute Stöhnen üben. Und das Gesicht meines Mannes als er beim Vater-Mit-Bring-Tag die ganzen Bilder der Geburt sah. Dieser Blick von ihm, unbezahlbar.

Bis in drei Tagen…..

Am Tag des errechneten Termins saß ich bei meinem Frauenarzt, ich meinte ich hätte Wehen. Mir ging es schlecht, war ständig auf der Toilette, konnte nicht schlafen, war nur noch unruhig. Das CTG zeigte keine Wehen an, bis in drei Tagen. Auf Wiedersehen.

Auf dem Weg nach Hause ging es mir immer schlechter. Das ganze Wochenende sollte ich so aushalten? Ich nahm mir vor, zu Hause sofort meine Hebamme anzurufen. Dort angekommen tröpfelte es aus meiner Fruchtblase. Als ich sie anrief, schickte sie uns sofort in die Klinik.

Eineinhalb Stunden nach unserem Eintreffen in der Klinik, war unsere kleine Maus per Sofort-Kaiserschnitt geboren. Die Ärzte rieten uns wegen zu erwartenden Komplikationen zu diesem Kaiserschnitt, über den ich weiterhin sehr froh bin. Und nebenbei bemerkt, ich fühle mich als richtige Mutter.

 

Ich kam nicht so richtig in Gang

Die ersten Wochen mit Kind waren sehr anstrengend, auch da war meine Hebamme unersetzlich für mich. So manches Mal stand ich auf dem Schlauch, kam nicht so richtig in Gang und kapierte so manches erst beim fünften Mal. Meine Hebamme unterstützte mich großartig. Und ihre unmissverständlichen, klaren Ansagen kamen dann auch bei mir an. Und genau die, brauchte ich.

Der Rückbildungskurs war anstrengend und zäh, aber ich sah ein, das ich ihn auch wirklich brauchte.

Da meine Hebamme mich so super bei meiner ersten Schwangerschaft begleitet hatte, war sie bei Nummer 2 natürlich auch an meiner Seite.

Die Schwangerschaft verlief aber ganz anders. Viel ruhiger, weil ich ruhiger war.  Auch hatte ich meinen Frauenarzt gewechselt. Der braucht auch nicht viele Worte, hatte alles im Griff. Ich fühlte mich in guten Händen. Zum Screening schickte er mich zu einem Spezialisten, der machte Ultraschall, das war der absolute Wahnsinn.

Den Geburtsvorbereitungskurs, nahm ich als Zeit für mich mit. Da die Geburt unserer Tochter, ja nicht ganz komplikationslos verlaufen war, hatte ich mich schon früh für einen geplanten Kaiserschnitt entschieden. Das gefiel ihr zwar nicht, aber ich setzte mich durch. Da waren wir das erste Mal nicht so ganz einer Meinung.

Die Nachsorge von ihr lief wieder gleich ab. Sie begleitete mich sehr gut. Ich war wieder ziemlich konfus, sie fing das auf. Hier und da ein paar klare Worte. Ich muss immer noch an die Situation denken, wo ich wirklich nichts gerafft habe. Ich hatte mich erkältet, hatte Halsweh.

Da sagte sie: „Dann mach dir bitte einen Schal um“.

Ich: „Den muss ich erst bügeln“.

Sie: Mach den Schal um, sofort, ohne ihn zu bügeln.

Ich band den Schal um. Was die wohl von mir gedacht hat? Ich möchte es nicht wissen.

 

Liebe Bundesregierung, seid ihr keine Mütter und Väter?

Abschließend kann ich nur sagen, das meine Hebamme für mich unheimlich wichtig gewesen ist. Und es für jede werdende Mutter ein Schlag ins Gesicht ist, wenn man sie alleine stehen lässt. Und es ist für jede Hebamme ein Tritt in den A…. ist, wenn die Bundesregierung nicht für diese Hebammen kämpft. Die Bundesregierung kann die Hebammen doch nicht alleine im Regen stehenlassen.  Die Beiträge für die Versicherungen gehen über das bezahlbare Maß hinaus. Die meisten Hebammen gehen mit ganz viel Herzblut und Engagement in ihren Beruf auf. Das kann man über die wenigsten Politiker behaupten.

 

Eure Nadine

 

P.S. Kerstin, vielen lieben Dank für ALLES !!!

 

Veröffentlicht in Allgemein, Risikoschwangerschaft, Schwangerschaft, Verunsicherung

Schwanger und über 35?

Schwanger und über 35?

Hier ist ihr Stempel -Spätgebärende-

Bitte holen Sie sich ihre Verunsicherung ab!

 

 

Wir hatten letztens abends diese nette Diskussion in einer Facebook-Gruppe. Wie alt ward ihr bei euren ersten Kind? Gibt es hier jemanden der sein erstes Kind bekommen hat und dabei über 45 Jahre alt war?

Ich antwortete: Beim ersten 35 und beim zweiten 39

Daraus ergab sich eine freundliche Diskussion mit ein paar Teilnehmerinnen, die fast alle so wie ich eine Spätgebärende waren.

 

Ich fand es in meiner ersten Schwangerschaft (da war ich gerade 35 geworden) schon doof immer so bezeichnet zu werden. Und das Wort Risikoschwangerschaft schwirrte auch immer in meinem Kopf rum.

Ich habe mal bei Wikipedia geschaut, was da über Spätgebärende steht:

Als Spätgebärende werden im Allgemeinen Frauen benannt, welche zum Zeitpunkt der Geburt das klassische Schwangerschafts- und Gebäralter zwischen 18 und 30 Jahren deutlich überschreiten.

Wow, das sitzt. Das klassische Gebäralter! Es gibt also ein klassisches Gebäralter! Wer legt das denn fest? Und viel mehr, wie legt man das fest?

Dass man über 18 Jahre alt sein sollte, das sehe ich ja ein. Frau sollte volljährig sein und wissen was man tut. Wenn ich an meine Reife mit 18 erinnere, nein da war ich definitiv noch nicht reif genug für ein Kind. Aber das soll ja nicht das Thema sein.

Es geht vielmehr darum, wann man zu alt für ein Kind ist.  

Ich war gerade 35 geworden, wir hatten geheiratet, da wurde ich, geplant und gewünscht, schwanger. Für mich war das der perfekte Zeitpunkt. Ich hatte 18 Jahre meines Lebens gearbeitet, oft den falschen Mann kennengelernt und mir die Hörner abgestoßen. Deshalb war das für mich genau der richtige Zeitpunkt.

 

Da ich am Anfang unter extremer Übelkeit litt, war ich krankgeschrieben und las viel im Internet über Schwangerschaft und Babys. Natürlich verunsicherte mich auch jedes Mal die Wörter Spätgebärende und Risikoschwangerschaft. Mein Frauenarzt meinte auch, dass wir unbedingt einen Triple-Test machen sollten. Ich wäre ja nicht mehr die Jüngste (hat er wirklich gesagt). Und wir müssten uns über die Konsequenzen, die ein schlechtes Testergebnis bringen würde, klarwerden. Die Zeit die ich auf das Ergebnis warten musste war schwer. Mein Arzt ging beim nächsten Mal dann ungefähr zwei Sekunden auf das Ergebnis ein: „Ist völlig unauffällig“. Das war es. Versteht mich nicht falsch. Ich war natürlich dankbar für dieses Ergebnis, nur hatte ich mir doch so viele Gedanken gemacht. Was ist wenn ein schlechtes Ergebnis rauskommt? Was folgt dann? Weitere Abklärung? Eventuell sogar ein Abbruch? Schrecklich diese Gedanken! Später las ich über den Triple-Test, dass er doch eher sehr mit Vorsicht zu genießen sei und häufig schlechte Ergebnisse herauskämen, die völlig gesunde Babys hervorbrachten. Aber so ein bisschen behielt ich immer die Angst im Hinterkopf. Wir bekamen ein gesundes Mädchen.

 

Als ich dann das zweite Mal mit 38 schwanger wurde, war das auch der richtige Zeitpunkt. Die Schwester war zweieinhalb und genauso wollten wir es. Ich hatte meinen Frauenarzt gewechselt. Der neue ist und war sehr entspannt. Er hielt mich keinesfalls für zu alt. Der Ultraschall war von Anfang unauffällig. Und vom Triple-Test war er auch nicht überzeugt und inzwischen war der auch überholt. Er gab mir die Möglichkeit einen sehr kostspieligen Bluttest machen zu lassen. Wenn ich mich recht erinnere sollte der Test 800 Euro kosten. Aber mein Frauenarzt meinte, dass wir uns dieses Geld getrost sparen könnten. Wir machten den Test nicht. Beim Screening schickte er uns zu einem wahren Experten, weil er dort jede seiner Ü35 Patientinnen hinschickt. Der versicherte uns auch, nach einer tollen Untersuchung, das unser Kind gesund ist. Ich war entspannt.  Wir bekamen einen gesunden Jungen.

 

Ich finde jede Frau darf für sich selbst entscheiden wann der richtige Zeitpunkt für eine Schwangerschaft ist. Die Ärzte sollten sich nicht auf ihre Vorgaben versteifen und jede U-35-Mutti als Kandidatin für ein behindertes Kind einzustufen. Wir Frauen von über 35 heute sind anders und frischer als die Frauen vor 40 Jahren, oder noch länger her.

Auch sollte die Presse nicht über jede späte Mutter herfallen, als wäre sie die absolute Gebär-Sensation. Ein bisschen mehr Fingerspitzengefühl hier und da, wäre nicht schlecht.

 

Mit diesem Beitrag nehmeich auch an der Blogparade Irgendwas abgespielt-Mama spricht Klartext teil. Vielen Dank!

 

Veröffentlicht in Allgemein, Kinder, Mehr Zeit für mich, Mein Wort 2017, Thema des Monats

Mehr Zeit für mich

 

Mitten in der Nacht steht eine Fee an meinem Bett und weckt mich mit ihrem Zauberstab.

„Liebe Nadine“, sagt sie, du hast dir heute einen ganz besonderen Tag verdient. Deine Kinder sind versorgt. Dein Mann ist beschäftigt. Du darfst den ganzen Tag nur das machen was du möchtest“. Dann pustet sie mir noch ein bisschen Feenstaub ins Gesicht und ist auch schon wieder verschwunden.

Wenn das wirklich wahr wäre, wie würde so ein freier Tag dann für mich aussehen? Ich spinne mal los.

Es ist ein warmer Juni-Morgen. Gerade mal 22°C warm, es weht ein laues Lüftchen. Ich habe ausgeschlafen und döse noch lange in den Kissen. Ich dusche ausgedehnt, nun bin ich wach. Gut gelaunt gehe ich frühstücken, ins Bistro ein paar Straßen weiter. Nachdem ich nur lauter gesunde und wohlschmeckende Dinge vom reichhaltigen Buffet gegessen habe, gönne ich mir noch einen Latte auf der Sonnenterasse. Sonne tanken ist angesagt.

Dann gehe ich zu meiner Friseurin. Dort lasse ich mich mit dem vollen Programm verwöhnen. Meine Haare sind so trocken, sie brauchen besonders viel Pflege. Der neueste Klatsch und Tratsch wird durchgekaut. Oh diese Kopfmassage ist göttlich, bitte nicht aufhören.

Einen Raum weiter wartet schon meine Kosmetikerin auf mich. Hier noch einmal das Ober-Verwöhn-Programm für mich. Das Besondere Highlight: dieses Moorwärmekissen in meinem Rücken, wärmt entspannt mich total. Während die Feuchtigkeitsmaske auf meinem Gesicht einwirkt bekommen meine Fingernägel einen neuen Schliff. Noch mehr Wellness geht fast nicht.

Danach gehe ich ganz entspannt ein paar Stunden shoppen. Irgendetwas fehlt ja immer im Schrank. Und keiner muss alle 200 Meter Pipi. Ich gehe in jedes Geschäft und schaue mich um. Ich probiere die Sachen sogar an, jetzt wo ich die Zeit dafür habe.

in einem kleinen gemütlichen Restaurant esse ich zu Mittag. Mit Dessert und Cappuccino, aber ohne Unterbrechungen  

Am Abend komme ich erschöpft zu Hause an. Ich schaue noch ein bisschen Fernsehen, leere die halbe Flasche Wein aus dem Kühlschrank, und gehe dann ziemlich tüttelig ins Bett.

 

STOPP!!!!!!

 

IST JA GUT JETZT!!!!!

 

Das wäre für mich schon zu viel des Guten.

 

Liebe gute Fee,

komm nochmal an mein Bett. Ich habe keine großen Wünsche für mehr Zeit für mich. Aber ein paar kleine, wenn du mir die erfüllen könntest, das wäre schon was wert.

  •   Ich möchte mal einen Tag ausschlafen können und den ganzen Tag das Bett nicht verlassen zu müssen
  •   Ich möchte ohne Stress zum Friseur gehen können.
  •   Ein Termin bei der Kosmetikerin wäre auch nicht schlecht.
  •   Einmal in der Woche möchte ich zum Sport gehen können und nicht zu müde vom Alltag sein
  •   Ich möchte eigentlich keine Diät mehr machen müssen
  •   Ich möchte alleine zur Toilette gehen
  •   Ich möchte alleine duschen
  •   Einmal am Tag möchte ich meine Tasse Kaffee noch warm trinken
  •   Ich möchte, dass wir alle gemeinsam zu Abend essen und dabei sitzen bleiben. So können wir uns wenigstens mal in Ruhe unterhalten
  •   Ich möchte das wir am Sonntag gemeinsam etwas als Familie unternehmen. Schwimmen gehen oder in den Zoo. Das ist gemeinsame Zeit für die Seele von uns allen
  •   Ich möchte alleine Schokolade, Chips und Eis essen, ohne schlechtes Gewissen

 

Siehst du liebe, gute Fee das sind doch gar keine großen Wünsche, oder? Kriegen wir das hin?

Dieser Beitrag wurde inspiriert vom Müttermagazin mit dem Thema des Monats: Mehr Zeit für mich. Vielen Dank das ich daran teilnehmen durfte.

Und noch eine weitere Blogparade hat diese wunderschöne Thema aufgeriffen. Liebe Kuchenerbse, DANKE das ich daran teilnehmen darf

 

 

Veröffentlicht in Allgemein, Blogparade, Erkältungswelle, Kinder, Wenn ich das vor dem ersten Kind gewusst hätte

Wenn ich das vor dem ersten Kind gewusst hätte……

 

Hallo, ich bin Nadine, verheiratet, Mutter von zwei Kindern. Bevor ich mit Kiddy 1 schwanger wurde, hatte ich mir gar keine Gedanken gemacht, wie sehr sich unser Leben mit Kind verändern würde. Ich bin da so ein bisschen locker rangegangen. Ich wollte auf alle Fälle nach einem Jahr wieder voll arbeiten gehen. Das Kind mit in die Kita meines Arbeitgebers nehmen. Kiddy 1sollte nach einer beschwerlichen Schwangerschaft ein Einzelkind bleiben. Ich wollte mit meinem Mann alleine in meinem Bett schlafen.

Okay, nur so viel. Nichts davon ist auch wirklich eingetreten.

Wenn ich vor dem ersten Kind nur geahnt hätte, wie sehr so ein kleiner Zwerg dein Leben und jegliche Zukunftsplanung komplett auf den Kopf stellen kann. Dann hätte ich mir doch ein paar Gedanken gemacht. Klar der Schlafentzug machte aus mir einen anderen Menschen, einen Menschen mit einem ganz dünnen Nervenkostüm. Aber dieses kleine, hilflose Bündel Mensch machte mich zu einer Mama. Ich begann die Verantwortung für diesen kleinen Menschen zu übernehmen.

Stundenlang konnte ich ihr beim Schlafen, Pupsen, Räkeln und Grimassen ziehen zuschauen. Ich bin durch sie viel reifer und verantwortungsvoller geworden. Ich habe die Zeit mit ihr so genossen. Ich konnte mich kaum von ihr trennen, auch nachts nicht. Sie schlief natürlich viel in unserem Bett. Meine Elternzeit verlängerte ich schnell auf drei Jahre, ich konnte mir nicht vorstellen meine Kleine mit einem Jahr in die Kita zu geben. Mein Job war mir sicher, hätte sich aber irgendwie sehr verändert. Das war auch kein Anziehungspunkt mehr für mich.

Als die Kiddy1 dreieinhalb Jahre war, kam der Rabauke auf die Welt. Irgendetwas fehlte uns. Wir waren noch nicht komplett. Jetzt sind wir es. Es war ein tolle und unbeschwerte Schwangerschaft. Anstrengend waren natürlich wieder dieser Schlafentzug und seine Infektanfälligkeit. Jeglicher Infekt brachte noch weniger Schlaf und noch mehr Sorge. Jetzt ist der Rabauke fast zweieinhalb und ich denke, es wird besser. Beide Kinder lieben sich abgöttisch und können, wenn sie sich einig sind, ruckzuck die ganze Wohnung auf den Kopf stellen. Bei uns ist es so irrsinnig laut. Ob beim Spielen, Essen oder ins Bett bringen. Wir hätten die Stille noch mehr genießen sollen. Aber das alles ist gut so. So soll es sein, so soll es bleiben. Laut und chaotisch und nicht anders.

 

 

Vor den Kindern hätten wir nochmal:

 

Bewusst ungestört zum Abendbrot essen sollen

Bewusst stressfrei und in Ruhe in einem Restaurant essen gehen sollen

Bewusst einen schönen Kinoabend mit Spätvorstellung und anschließender Kneipentour unternehmen sollen.

Bewusst einen ruhigen Urlaub verbringen sollen

 

Einen Dornröschen-Schlaf machen müssen

Eine Nacht allein in einem ganz großen Bett schlafen müssen

Eine Riesen-Shoppingtour unternehmen müssen

 

Kurz gesagt, wir hätten einfach noch bewusster und intensiver unser Leben zu zweit genießen sollen. Aber unsere Kinder sind das Beste, was uns je passiert ist. Ich würde die beiden für nichts auf dieser Welt eintauschen, obwohl für ein riesengroßes Wasserbett das in einem kleinen Häuschen in der Karibik steht…….

 

Nein! Natürlich nicht!

 

Ein kleiner Ratschlag von mir an alle Bald-Mamis oder in Planung-Mamis: Hört nie (!!!! ) darauf was andere Mütter über ihre Wunder-Vorzeige-Ganz-schnell-trocken-Kinder berichten. Das ist meist alles gelogen! Da klappt in Wahrheit gar nichts zu Hause. Lasst euch nicht unter Druck setzen, egal ob es ums Trocken werden, wieder arbeiten gehen oder um die beste Frühförderung geht. Macht das, was euch euer Herz sagt und ihr meint, was das Beste für euer Kind ist. Das ist meist das einzig Richtige. Nur ihr kennt euer Kind!

 

Eure Nadine

 

 

 

Dieser Text wurde inspiriert von der Blogparade der lieben Rubbelmama. Vielen Dank das ich noch daran teilnehmen durfte

Veröffentlicht in Allgemein, Blogparade, Brief an mein Kind, Wunderminuten

Wunderminuten Brief an mein Kind

 

Meine kleine große Maus,

was war das heute für ein aufregender Tag. Ja es war super stürmisch und geregnet hat es fast ununterbrochen. Es war kalt und unangenehm. Diese Kälte zog so richtig durch Mark und Bein. Aber für uns beide wird dieser Tag unvergessen bleiben, oder?

Du bist so groß geworden. Bald wirst du schon sechs Jahre alt. Im Sommer kommst du in die Schule, ich kann das immer noch nicht glauben. Oje, wo ist nur die Zeit geblieben? Meine kleine Maus geht in die Schule. Mama wird viel weinen, glaub mir.

Heute war der Tag, auf den du mindestens schon ein Jahr gewartet hast. Heute haben wir deinen Schulranzen gekauft. Du kleiner Dickkopf hattest ganz genaue Vorstellungen wie der Ranzen auszusehen hat. Rosa und Lila mit Pferden drauf. Mich interessiert eher das Gewicht und wie der Ranzen passt.  Als wir beide total nervös bei diesem wundervollen Laden ankommen, ist dort noch Mittagspause. Wir drücken unsere Nasen an der Schaufensterscheibe platt. Die Damen öffnen den Laden schon etwas eher, sie hatten uns beobachtet. Im Laden werden wir super beraten, du machst gut mit, das war nicht immer so. Wie ich dich so mit Ranzen auf dem Rücken durch den Laden stolzieren sehe, kommen mir fast die Tränen. Ich schaue schnell in den Katalog, damit niemand meine wässerigen Aug sieht. Wir einigen uns sehr schnell auf einen, der uns beiden gefällt. Lila mit Pferdestickern, die man austauschen kann.

Auf dem Weg zurück zum Auto trägst du deinen Ranzen natürlich auf dem Rücken und auch im Auto lässt du ihn nicht aus den Augen. Als ich einmal zu schnell um die Ecke fuhr, hast du sogar mit mir geschimpft. Dein neuer Ranzen, sollte doch nicht kaputtgehen. Zu Hause zeigst du Papa und deinem Bruder stolz das Prachtstück. In deinem Zimmer inspizierst du ihn ganz genau. Immer wieder auf und zu, auf den Rücken, runter vom Rücken, Federmappe raus, auf und wieder zu. Es ist so wunderschön dir dabei zuzusehen.

Dabei wird mir immer mehr klar, dass ich dich wieder ein Stück loslassen muss, wenn du zur Schule gehst. Aber genau das ist ja mein Problem, schon immer gewesen.

Aber dann bekam ich wohl einen Wink von oben. Dein erster Wackelzahn, der schon ein paar Tage gewackelt hatte, fiel abends raus. Ich muss einfach akzeptieren, das meine kleine Maus langsam flügge wird.  Ich werde versuchen dich in ganz kleinen Mäuseschritten gehen zu lassen. Nur so kann ich das. Ich mache das auch zum ersten Mal, ich übe noch. Und ich werde bestimmt ein paar Fehler dabei machen. Sei dann bitte nicht böse mit mir.

Ich bin immer für dich da, egal was passiert.

Ich liebe dich über alles mein Schatz, für immer.

 

Deine Mama

 

 

 

 

Veröffentlicht in Allgemein, Aufwachen Deutschland, Schlafmittel für Kinder, Zaubertropfen

Ich kriege gerade so einen Hals- Eltern geben ihren Kindern Zaubertropfen? Was läuft eigentlich noch alles schief in dieser Welt?

 

„Ich würde gerne mal wieder acht Stunden schlafen, aber eigentlich will ich meinem Kleinen keine Schlafmittel geben. Nur mein Körper bricht unter der Müdigkeit zusammen.“

Oder: „Das ist meine letzte Option, endlich mal wieder eine Nacht schlafen zu können.“

Oder: „Geschmeckt hat’s ihr nicht, aber wir nennen sie Zaubertropfen und so hat sie das Zeug doch geschluckt. Wer will schon nicht zaubern?“

 

So oder so ähnlich findet man viele Einträge in Elternforen.

 

Entschuldigung? Bitte was? Das sind doch nur alles blöde Ausreden! Das ist fatal und grobfahrlässig was diese Eltern ihren Kindern antun.

 

90 bis 95 Prozent der Kinder sind gesund, sie haben nur einen anderen Schlafrhythmus. Schlimm ist aber auch, dass es Schlafmittel für Kinder gibt, die nicht verschrieben werden müssen, weil sie frei verkäuflich sind. Die Mittel können psychisch abhängig machen und innere Organe wie Leber und Niere schädigen, es kann – auch in niedrigen Dosen – zum Atemstillstand kommen. Oder es werden den Kindern andere Medikamente geben, die müde machen. Ich gebe hier jetzt extra kein Beispiel an.

Eltern sollten viel mehr wissen, dass es normal ist, wenn das Kind abends nicht so gut einschläft oder nachts häufig aufwacht. Die allermeisten Kinder haben gar kein Schlafproblem. Der kleine Körper holt sich so viel Schlaf, wie er braucht – nur nicht unbedingt nachts, so dass sich ihr Rhythmus häufig nicht mit dem der Eltern verträgt. Nicht die Kinder brauchen also mehr Schlaf, sondern die Eltern. Mütter müssen ihre Erschöpfung loswerden.

Auch ich weiß was es heißt, wenn die Kinder einen den Schlaf rauben. Erst weil sie gefühlt ständig nachts die Flasche bzw. Brust brauchen. Es muss ein Schlafrhythmus gefunden werden, was Lange dauert. Dann weil sie noch gar nicht müde sind und hundert Ausreden haben. Unserer Großen habe ich auch jeden Abend sämtliche Conni-Bücher rauf und runter vorgelesen, bis sie endlich einschlief.  Unser Kleiner ist eher der, der ständig wach wird, weil er nachts Durst hat. Beides ist nervig, ja verdammt nochmal! Aber da war bei mir niemals auch nur der Gedanke, meinem Kind Schlafmittel zu geben. Auch wenn ich oft genug am Ende meiner Kräfte war und buchstäblich am Stock ging. Meine Erschöpfung steigert sich dann nochmals, wenn die Kinder krank waren. Ein fataler Kreislauf aus dem man schwer herauskommt.

Richtig schlaue Tipps kann ich auch nicht geben. Ich bin auch keine Expertin, sondern nur eine Mutter. Eltern sollten einfach nur nach ihrem Gefühl gehen und das tun, was das Beste fürs Kind ist.

Ich denke ein ganz großer Punkt sollte die Entschleunigung des Alltags sein. Nicht schon die Kleinsten mit einem vollen Terminkalender überfordern. Zu viel Input überfordert und das müssen die Kleinen erst verdauen. Und das machen sie meistens im Schlaf.

Die Kinder für ein Hobby, das sie oder er sich selbst ausgesucht haben, begeistern und unterstützen. Nicht pushen.

Mit den Kindern Zu-Bett-gehen-Rituale einführen um zu zeigen, jetzt geht es ins Bett. Jetzt wird nicht mehr aufgestanden. Jetzt wird geschlafen.

Eine angenehme Schlafsituation anbieten. Und wenn es sein muss, die Kinder im Elternbett schlafen lassen. Ist bei uns auch so.

Das (natürlich schon etwas Ältere) Kind mal richtig austoben lassen, meine schlafen nach dem Kinderturnen fast am Tisch ein. Meine Meinung ist, das Bewegung Blockaden löst. Und wenn das Wetter schön ist, die Kinder draußen spielen lassen. Lasst sie sich dreckig und matschig machen.

 

Und wenn Mama einfach mal eine Mütze voll Schlaf braucht, dann muss Papa mal einspringen. Lieber eine etwas unbequemere Nacht auf dem Sofa als ständig wach zu sein in der Nacht. Eine ausgeschlafene Mama den Tag über kann sich schon sehr positiv auf das Kind auswirken.

 

BITTE, BITTE, LIEBE ELTERN GEBT EUREN KINDERN KEINE SCHLAFMITTEL!!!!!!!!

 

 

 

Teilweise zitiert aus der Quelle: n-tv.de , Britta Schultejans, dpa

 

 

Veröffentlicht in 2017, Allgemein, Blogparade

2016/2017: Was bleibt?-Was kommt?

 

Das Jahr 2016 ist vorbei, ich frage mich was kommt 2017?

2017 ist eigentlich das Jahr in dem ich nach sechs Jahre Elternzeit wieder in meinen alten Beruf zurückkehren sollte. Die Betonung liegt auf eigentlich! Nein, danach ist mir wirklich nicht. Ich habe meine Leidenschaft fürs Schreiben wiederentdeckt. Und im Oktober 2016 dann meinen Blog eröffnet.

Vielen Dank an Svenja vom Müttermagazin. Sie gab mir den Rat für den Blog und liest, korrigiert, bremst mich und veröffentlicht meine Blogbeiträge. Vielen Dank Svenja, ohne dich wäre das alles nicht so erfolgreich angegangen.

Natürlich habe ich für 2017 meine Ziele gleich höhergesteckt.

Ich möchte die Menschen weiter mit meinen Blogbeiträgen unterhalten. Ich freue mich über jedes „Gefällt mir“, und jeden netten Kommentar, und auf jeden neuen Follower.

An die nicht so netten Kommentare musste ich mich erst gewöhnen. Aber es ist ja auch sehr leicht, jemanden zu beleidigen, wenn man denjenigen nicht in die Augen schauen muss. Inzwischen denke ich, wenn es dir nicht gefällt dann scroll doch weiter. Ich zwinge ja niemanden meine Geschichten auf. Immer fair bleiben, bitte.

Last but not least: Ich möchte endlich Geld mit meinem Blog verdienen. Nur wie, das ist die Frage. Produkttests? Ach, ich weiß auch nicht. Daran muss ich noch arbeiten. Auch muss ich fleißiger werden was die Social Media Arbeit betrifft. Da muss ich noch mehr präsent sein. Ich arbeite daran versprochen.

Ein Ziel ist geblieben: Ich möchte innerhalb der nächsten vier Jahre ein Buch schreiben. Thema: Menschen die harte Schicksale erlitten haben, werden von mir interviewt und ich erzähle ihre Geschichte. Dafür suche ich noch einen Verlag, der mir dafür eine Chance gibt.

 Zum Schluss geht ein besonderer Dank an meine Familie. Meine Kinder geben mir immer noch genügend Stoff für neue Stories. Und mein Mann gibt mir die Chance meine Träume zu verwirklichen.

 

Dies ist mein Beitrag zur Blogparade von Marit Alke. Vielen Dank, das ich dabei sein durfte.

 

 

Veröffentlicht in Allgemein, Hashimoto-Antikörper, Hypothyreose, Schilddrüsenunterfunktion

Mein Leben mit Hashimoto-Thyreoiditis

 

Ich bin Arzthelferin von Beruf. Ich dachte, ich kenne alle gängigen Krankheiten, mit denen man im Laufe des Lebens konfrontiert werden kann. Aber wenn man dann selber nicht mehr ganz rund tickt, dann kommt man ins Grübeln. Was ist eigentlich mit mir los? Manches Mal stand ich so komplett neben mir. Das war doch sonst nicht so.

War ich depressiv? Ich hatte ja schon immer ganz nah am Wasser gebaut. Manchmal weinte ich ohne ersichtlichen Grund einfach los. Gleichzeitig kam ich jeden Morgen gut aus dem Bett und konnte auch viel Lachen. Hatte viele Interessen eigentlich war doch alles in Ordnung.

 

Aber mal von Anfang an:

Ich war Mitte 30, verheiratet, Mutter einer Tochter, wir wohnten in unserem eigenen Häuschen. Wir waren alle gesund. Eigentlich müsste ich doch ganz zufrieden sein. Anderen geht es verdammt nochmal schlechter. Aber diese Unruhe, diese Unzufriedenheit wuchs. Aber warum war ich eigentlich so unzufrieden? Ich wusste es manchmal selbst nicht.

 

Ich fing aus heiterem Himmel einen riesengroßen Streit an

Den Grund wusste ich nach ein paar Minuten selbst nicht mehr. Ich bauschte alles auf. Ich steigerte mich richtig hinein. Manchmal legte ich es sogar richtig drauf an. Oh Mann, der Haussegen hing bei uns so etwas von schief. Mehrfach hatte ich die Sachen mehr als gedanklich gepackt und wollte einfach nur weg. Aber wohin am Ostersonntag? Irgendwie fing ich mich wieder. Das mein Mann nicht meine Koffer packte, ist ein Wunder. Er ist eher der ruhigere Part in unserer Beziehung. Glücklicherweise.

 

Unser Wunsch: Wir möchten noch ein Baby

Trotz allem oder gerade deswegen wünschten wir uns noch ein Baby. Aber wie soll man schwanger werden, wenn man sich ständig streitet und nicht miteinander spricht. Auch hatte ich innerhalb eines Jahres 10 kg zugenommen. Und so fand ich mich auch nicht mehr besonders attraktiv für meinen Mann. Und überhaupt, Hey, wo kamen die Kilos denn her?

Ich war doch immer der Typ: ich kann essen was ich will, ich nehme nicht zu.

Diese Zeit war vorbei. Ich habe kaum noch was gegessen. Habe regelrecht gehungert. Machte Klimmzüge am Kühlschrank. Nichts. Jeden Monat ein Kilo mehr auf der Waage. Unglaublich. Ich brauche nicht erwähnen, dass meine Laune dadurch auch nicht besser wurde. Ich war so frustriert.

 

Irgendwann beschloss ich zum Arzt zu gehen.

Mein Hausarzt checkte mich einmal gründlich durch, nahm Blut ab, machte Ultraschall

Als er wenige Tage später die Blutwerte sah, war alles klar. „Sie haben eine Schilddrüsenunterfunktion. Wir müssen aber noch weitere Blutuntersuchungen machen.“

Wieder ein paar Tage warten, danach war klar. Es ist eine Schilddrüsenunterfunktion mit Hashimoto-Antikörpern. Ich nickte, als ob ich wüsste, was das wäre. „Und wenn wir sie mit Tabletten gut eingestellt haben, dann nehmen sie auch wieder ab.“

 

Das mit dem abnehmen hatte sich erstmal erledigt. Denn jetzt bin ich schwanger!!!

Das wird jetzt wohl eher schlecht mit abnehmen. Ja, das war ab jetzt mein geringstes Problem. Denn diese Hashimoto-Thyreoiditis kann so viel anrichten, sie hätte auch dafür sorgen können, dass ich unser Baby verliere. Mein Frauenarzt meinte wir müssten sofort auf Volldosis gehen und nicht wie mein Hausarzt meinte, langsam anfangen. Aber wenn ich mit so desaströsen Werten überhaupt schwanger geworden bin, dann wäre eine Fehlgeburt doch ungewöhnlich. Irgendwie beruhigte mich das gar nicht.

 

Ich googelte immer wieder diese Hashimoto-Thyreoiditis

Wie viele Symptome es dafür gab. Ich zähle mal nur die auf, die auf mich zutrafen: Nervosität, Reizbarkeit, Zittern der Hände, Schlafstörungen, Schwitzen, Herzrhythmusstörungen, Heißhunger, Erhöhte Kälteempfindlichkeit, Kloss im Hals, depressive Verstimmung, Motivationslosigkeit, Antriebslosigkeit, brüchige Haare und Nägel, Haarausfall, schnelle und starke fast unkontrollierbare Gewichtszunahme, Verdauungsstörungen, Gelenkschmerzen, Konzentrationsstörungen und Müdigkeit.

 

Ich las das und wusste: Ja, das ist mein Problem

 

Die Angst um mein ungeborenes Kind blieb, wurde aber weniger. Ich nahm artig meine Tabletten. Und die Schilddrüsenwerte wurden sehr viel besser und blieben dort. Mein TSH-Wert fiel von anfänglich über 17 mU/l auf unter 1 mU/l. Auch meine Laune besserte sich natürlich, aber das schiebe ich mal auf die Schwangerschaftshormone. Ich hatte eine schöne Schwangerschaft die ich, nach den ersten drei kritischen Monaten sehr genießen konnte. Mein Arzt war mit mir sehr zufrieden.

Wir bekamen einen gesunden Jungen. Unser Glück ist perfekt. Nach der Schwangerschaft brauchte es ein Jahr um wieder in einen stabilen Bereich zu kommen. Mir geht es jetzt ganz gut. 6 von 10 kg sind runter. Aber das kann ruhig so bleiben. Natürlich sind jetzt auch nicht alle Symptome plötzlich verschwunden. So ist das ja nun auch nicht.

Mein Mann und ich, wir streiten uns immer noch. Aber anders.

Und mit der Zeit wird da ein Symptom etwas weniger, mal etwas mehr, aber ich weiß jetzt besser damit umzugehen. Die Reizbarkeit, das Kälteempfinden, der Kloss im Hals und die Gelenkschmerzen sind teilweise noch zu spüren.

Ich versuche mich nicht mehr in alles hineinzusteigern. Reizen kann mich eigentlich niemand mehr. Dann drehe ich mich einfach um, wenn mich jemand nervt. Ich habe mit vielen Menschen abgeschlossen, die mir nicht guttun. Aber das muss man erst lernen.

Ist mir kalt, drehe ich die Heizung höher und ziehe mir eine dicke Strickjacke und dicke Socken an.

Diesen Kloss im Hals bemerke ich vor allem in Stresssituationen. Also versuche ich den Stress zu minimieren. Eher ein schwieriges Unterfangen.

Ich mache ein bisschen Sport. Der tut nicht nur meinem Körper gut, sondern auch meiner Psyche.  

Ich habe eine andere Einstellung zu vielen Dingen bekommen. Die Thyreoiditis mit Hashimoto-Antikörpern beherrscht nicht mein Leben. Ich lebe mit dieser Autoimmunerkrankung.

Und unterkriegen lasse ich mich schon gar nicht.

 

Wie ist es bei euch?

Wer hat auch die Hypothyreose mit Hashimoto?

Wie zeigt sie sich bei euch?

Wie sieht eure Therapie aus?

Schreibt einfach, ich bin so gespannt auf eure Erfahrungen.

Liebe Grüße Nadine