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Wenn ich das vor dem ersten Kind gewusst hätte……

 

Hallo, ich bin Nadine, verheiratet, Mutter von zwei Kindern. Bevor ich mit Kiddy 1 schwanger wurde, hatte ich mir gar keine Gedanken gemacht, wie sehr sich unser Leben mit Kind verändern würde. Ich bin da so ein bisschen locker rangegangen. Ich wollte auf alle Fälle nach einem Jahr wieder voll arbeiten gehen. Das Kind mit in die Kita meines Arbeitgebers nehmen. Kiddy 1sollte nach einer beschwerlichen Schwangerschaft ein Einzelkind bleiben. Ich wollte mit meinem Mann alleine in meinem Bett schlafen.

Okay, nur so viel. Nichts davon ist auch wirklich eingetreten.

Wenn ich vor dem ersten Kind nur geahnt hätte, wie sehr so ein kleiner Zwerg dein Leben und jegliche Zukunftsplanung komplett auf den Kopf stellen kann. Dann hätte ich mir doch ein paar Gedanken gemacht. Klar der Schlafentzug machte aus mir einen anderen Menschen, einen Menschen mit einem ganz dünnen Nervenkostüm. Aber dieses kleine, hilflose Bündel Mensch machte mich zu einer Mama. Ich begann die Verantwortung für diesen kleinen Menschen zu übernehmen.

Stundenlang konnte ich ihr beim Schlafen, Pupsen, Räkeln und Grimassen ziehen zuschauen. Ich bin durch sie viel reifer und verantwortungsvoller geworden. Ich habe die Zeit mit ihr so genossen. Ich konnte mich kaum von ihr trennen, auch nachts nicht. Sie schlief natürlich viel in unserem Bett. Meine Elternzeit verlängerte ich schnell auf drei Jahre, ich konnte mir nicht vorstellen meine Kleine mit einem Jahr in die Kita zu geben. Mein Job war mir sicher, hätte sich aber irgendwie sehr verändert. Das war auch kein Anziehungspunkt mehr für mich.

Als die Kiddy1 dreieinhalb Jahre war, kam der Rabauke auf die Welt. Irgendetwas fehlte uns. Wir waren noch nicht komplett. Jetzt sind wir es. Es war ein tolle und unbeschwerte Schwangerschaft. Anstrengend waren natürlich wieder dieser Schlafentzug und seine Infektanfälligkeit. Jeglicher Infekt brachte noch weniger Schlaf und noch mehr Sorge. Jetzt ist der Rabauke fast zweieinhalb und ich denke, es wird besser. Beide Kinder lieben sich abgöttisch und können, wenn sie sich einig sind, ruckzuck die ganze Wohnung auf den Kopf stellen. Bei uns ist es so irrsinnig laut. Ob beim Spielen, Essen oder ins Bett bringen. Wir hätten die Stille noch mehr genießen sollen. Aber das alles ist gut so. So soll es sein, so soll es bleiben. Laut und chaotisch und nicht anders.

 

 

Vor den Kindern hätten wir nochmal:

 

Bewusst ungestört zum Abendbrot essen sollen

Bewusst stressfrei und in Ruhe in einem Restaurant essen gehen sollen

Bewusst einen schönen Kinoabend mit Spätvorstellung und anschließender Kneipentour unternehmen sollen.

Bewusst einen ruhigen Urlaub verbringen sollen

 

Einen Dornröschen-Schlaf machen müssen

Eine Nacht allein in einem ganz großen Bett schlafen müssen

Eine Riesen-Shoppingtour unternehmen müssen

 

Kurz gesagt, wir hätten einfach noch bewusster und intensiver unser Leben zu zweit genießen sollen. Aber unsere Kinder sind das Beste, was uns je passiert ist. Ich würde die beiden für nichts auf dieser Welt eintauschen, obwohl für ein riesengroßes Wasserbett das in einem kleinen Häuschen in der Karibik steht…….

 

Nein! Natürlich nicht!

 

Ein kleiner Ratschlag von mir an alle Bald-Mamis oder in Planung-Mamis: Hört nie (!!!! ) darauf was andere Mütter über ihre Wunder-Vorzeige-Ganz-schnell-trocken-Kinder berichten. Das ist meist alles gelogen! Da klappt in Wahrheit gar nichts zu Hause. Lasst euch nicht unter Druck setzen, egal ob es ums Trocken werden, wieder arbeiten gehen oder um die beste Frühförderung geht. Macht das, was euch euer Herz sagt und ihr meint, was das Beste für euer Kind ist. Das ist meist das einzig Richtige. Nur ihr kennt euer Kind!

 

Eure Nadine

 

 

 

Dieser Text wurde inspiriert von der Blogparade der lieben Rubbelmama. Vielen Dank das ich noch daran teilnehmen durfte

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Update zu meinem Artikel- Die Erkältungszeit geht so langsam wieder los

 

Im Oktober berichtete ich ja bereits über die Krankheitssituation bei unseren Kindern.

Für alle Interessierten hier der link

 

Kurzer Rückblick: Unsere große Tochter geht in den Kindergarten und der kleine Bruder bekam jeden Infekt seiner Schwester mit ab. Highlight war ein böser Virusinfekt der sogar einen Krankenhausaufenthalt erforderte. Eine anschließende Asthmaerkrankung und Pseudo-Krupp-Anfälle konnten nicht ausgeschlossen werden. Und wir machten echt eine harte Zeit durch, die so etwa 1,5 Jahre dauerte. Ein hochfieberhafter Infekt nach dem anderen mit Antibiotika und Inhalieren mit Asthmamedikamenten. Ich muss wirklich sagen, ich ging am Stock, da auch ich jeden Infekt mitnahm. Diese ständige Angst um die Kinder und genau zu wissen, dass man wieder eine Horrornacht vor sich hat, nahm mich sehr mit.

 

Inzwischen ist die Große das dritte Jahr im Kindergarten und es scheint so als ob es besser wird (Ganz schnell dreimal auf Holz geklopft). Es ist wirklich so. Ich hatte das irgendwie nie geglaubt. Aber wenn ich mich an den Dezember im letzten Jahr zurückerinnere, da hatte der Kleine ab Nikolaustag neun Tage Antibiotikum genommen wegen einer eitrigen Mandelentzündung und über Weihnachten Antibiotikum bei einer Bronchitis. In diesem Winter sind beide Kinder noch von der großen Erkältungswelle verschont geblieben ( Nochmal dreimal schnell, ihr wisst schon). Klar kamen aus dem Kindergarten sämtliche Keime zu uns. Und hier und da läuft die Nase, und gefiebert haben auch schon beide. Aber es hielt sich alles im Rahmen. Und da bin ich so froh und dankbar drüber, das glaubt keiner.

Im Kindergarteneingang hängen immer noch abwechselnd die Schilder mit den Krankheiten: Magen-Darm-Virus, Scharlach, Hand-Fuß-Mund-Krankheit, Bindehautentzündung, ……

Aber diese Schilder schrecken mich nicht mehr so ab.

 

Die große Läuse-Epidemie wird hoffentlich im nächsten Jahr mal ausbleiben. Und wenn die Eltern ihre Kinder nach einem Magen-Darm-Infekt auch wirklich 48 Stunden zu Hause lassen, wird uns diese auch nicht mehr ereilen. Die hatten wir nämlich schon zweimal in diesem Jahr. Auch keine schöne Sache. So nach dem Motto: einer k…. immer!

Ich hoffe inständig das es weiterhin bergauf bei uns geht. Und irgendwann kann uns eine Erkältung gar nichts mehr anhaben.

 

Wie ist es bei euch?

Steckt ihr mittendrin im Erkältungs-Wahnsinn? Und ihr wisst kaum noch weiter? Und das Wort Schlaf ist euch völlig fremd?

Oder wird es bei euch auch schon besser? Seht ihr Licht am Horizont?

Oder haben eure Kinder so ein bombiges Immunsystem das ihr so etwas wie Erkältungsinfekte gar nicht kennt? Was ist eure Geheimwaffe? Lasst uns daran teilhaben.

 

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Die Erkältungszeit geht so langsam wieder los

 

Ich hole meine Tochter aus dem Kindergarten ab, und merke sofort, dass Etwas nicht stimmt. Dieser Gesichtsausdruck, diese glasigen Augen, die roten Bäckchen. Mama, ich habe solche Kopfschmerzen und Husten und Schnupfen. In mir macht sich sofort eine gewisse Unruhe breit. Denn ich weiß, wie meine nächsten Tage und Nächte aussehen. Sie wird hoch Fiebern und bei jedem Zäpfchen und Nasentropfen einen irren Aufstand machen. Ein Arztbesuch grenzt für sie an einen Weltuntergang. Unser ehemaliger Kinderarzt hat da gute Arbeit geleistet und das Kind total verschreckt.

Immer wieder ermahne ich sie. Geh nicht so dicht an deinen Bruder ran! Steck ihn nicht an! Nein, du musst ihm jetzt nicht unbedingt ein Küsschen geben. Obwohl ich weiß, dass die Weichen doch schon längst gestellt sind. Auch unser Kleiner hat sich schon angesteckt. Es ist nur die Frage. Wer steckt sich am schnellsten an? Mama oder Bruder? Meistens schaffen wir es zeitgleich. Während ich so vor mich hin kränkele und Erkältungsmedikamente in mich hineinstopfe, um bloß nicht auszufallen, erwischt es den Kleinen richtig. Er nimmt gerne eine spastische Bronchitis und Mandelentzündung gleich mit. Das bedeutet Antibiotika für mindestens eine Woche und Inhalieren bis zu vier Mal am Tag. Meist schauen wir noch beim Kinderärztlichen Notdienst am Wochenende vorbei. Das sind dann nochmal schlappe 70 Kilometer, die man noch zusätzlich verfährt. Etliche Arztbesuche und durchwachte Nächte später, ist auch er wieder fit.

Ach so, meine Erkältung, heilt auch irgendwann aus, ohne Arztbesuch natürlich. Dafür fehlt die Zeit. Alles ist nur auf die Arztbesuche und das Gesundwerden des Kleinen konzentriert.

Im Kindergarten grassiert eine ansteckende Krankheit nach der Nächsten. Nicht nur die üblichen Erkältungskrankheiten. Im Angebot sind Scharlach, Bindehautentzündung und die Hand-Fuß-Mund-Krankheit.

Unterhält man sich mit anderen Müttern, kommen dann so Kommentare wie:

„Na, hat es euch auch erwischt?“

„Ist der Kleine schon wieder krank? Ihr habt aber auch ein Pech!“ (Augen roll)

So manches Mal wäre ich gerne dezent ausgerastet und hätte diesen  Müttern zugerufen. „Ja, wer hat denn sein Kind in den Kindergarten gesteckt, obwohl es krank ist? War das nicht gerade dein Kind, dem der grüne Schnodder weit aus der Nase hing? Ja, das war deine.“ (Augen roll, roll)

 

Ich weiß, dass einer berufstätigen Mutter nur 10 Krankheitstage pro Jahr zustehen. Und ich weiß, dass das viel zu wenig ist. Und wenn man keine Großeltern in Stand-by hat, ist das einfach nicht zu schaffen.

Aber man sollte keinen Job dieser Welt über die Gesundheit des eigenen Kindes stellen. Ich möchte nicht wissen, wie viele Mütter ihre Kinder morgens mit Fieberzäpfchen aufputschen und, wenn sie mittags ein (wieder)fieberndes abholen, ganz erstaunt sind. Die Bundesregierung muss da dran arbeiten und die Krankheitstage erhöhen. Aber unsere Familienministerin, die selber Mutter ist, hat wohl wichtigere Dinge zu tun. Die hat aber auch bestimmt ein Kindermädchen angestellt, die sich um die Kinder kümmert. Damit Mami arbeiten kann. Aber so gut haben es nur die Wenigsten.

Es ist immer ein großer Spagat für die Mütter. Und ich glaube wohl, dass es vielen Müttern sehr schwer fällt ihre eigentlich kranken Kinder in den Kindergarten zu bringen. Und man kann halt auch den Kleinen schlecht erklären, dass sie jetzt bis zum Ende des Jahres nicht mehr krank werden dürfen, weil die Krankheitstage aufgebraucht sind.

Als ich mein Kind nach überstandener und ausgeheilter Erkältung wieder in den Kindergarten bringe, wäre ich am liebsten auf dem Absatz wieder umgekehrt. Im Eingang hing ein Schild:

 

Wir haben Kopfläuse im Kindergarten

 

Liebe Leserinnen und liebe Leser geht es Euch genauso oder so ähnlich? Wie geht Ihr mit diesen vielen Erkrankungen Eurer Kinder um?

Wie schützt Ihr Eure Kinder? Wer hat Geheimtipps?

Und Hand aufs Herz!!!! Wer hat sein Kind schon mal trotz Fieber in den Kindergarten geschickt, weil es unmöglich war auf der Arbeit zu fehlen?