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Glücksbringer der Woche

Wer ist mein Glücksbringer der Woche?

Ist es der nette junge Mann der mich an der Supermarktkasse vorlässt, weil ich ein kleines Kind dabei habe?

Ist es die nette Apothekerin die mir und meiner Familie „gute Besserung“ wünscht?

Ist es die nette Dame die sich entschuldigt, weil sie sich am Telefon verwählt hat?

 

Nein, diese Menschen erhellen zwar ein bisschen meinen Tag, aber meine absoluten Glücksbringer, sind meine Kinder.

Und hier lest ihr nur ein kleines Beispiel, warum das so ist.

 

Meine kleine große Maus,

was war das heute für ein aufregender Tag. Ja es war super stürmisch und geregnet hat es fast ununterbrochen. Es war kalt und unangenehm. Diese Kälte zog so richtig durch Mark und Bein. Aber für uns beide wird dieser Tag unvergessen bleiben, oder?

Du bist so groß geworden. Bald wirst du schon sechs Jahre alt. Im Sommer kommst du in die Schule, ich kann das immer noch nicht glauben. Oje, wo ist nur die Zeit geblieben? Meine kleine Maus geht in die Schule. Mama wird viel weinen, glaub mir.

Heute war der Tag, auf den du ein Jahr gewartet hast. Heute haben wir deinen Schulranzen gekauft. Du kleiner Dickkopf hattest ganz genaue Vorstellungen wie der Ranzen auszusehen hat. Rosa oder Lila mit Pferden drauf. Mich interessiert eher das Gewicht und wie der Ranzen an dir sitzt. Als wir beide total nervös bei diesem wundervollen Laden ankommen, ist dort noch Mittagspause. Wir drücken unsere Nasen an der Schaufensterscheibe platt. Die Ranzen dort gefallen uns schon ganz gut. Im Laden werden wir super beraten, du machst gut mit, das war nicht immer so. Wie ich dich so mit Ranzen auf dem Rücken durch den Laden stolzieren sehe, kommen mir fast die Tränen. Wir einigen uns sehr schnell auf einen, der uns beiden gefällt. Lila mit Pferdestickern, die man austauschen kann.

Auf dem Weg zurück zum Auto trägst du deinen Ranzen natürlich auf dem Rücken und auch im Auto lässt du ihn nicht aus den Augen. Zu Hause zeigst du Papa und einem Bruder stolz das Prachtstück. In deinem Zimmer inspizierst du ihn ganz genau. Immer wieder auf und zu, auf den Rücken, runter vom Rücken, Federmappe raus, auf und wieder zu. Es ist so wunderschön dir dabei zuzusehen.

Dabei wir mir immer mehr klar, dass ich dich wieder ein Stück loslassen muss, wenn du zur Schule gehst. Aber genau das ist ja mein Problem, schon immer gewesen.

Aber dann bekam ich wohl einen Wink von oben. Dein erster Wackelzahn, der schon ein paar Tage gewackelt hatte, fiel aus. Ich werde versuchen dich in ganz kleinen Mäuseschritten gehen zu lassen. Nur so kann ich das. Ich bin immer für dich da, egal was passiert.

Ich liebe dich über alles mein Schatz für immer.

 

Dieser Beitrag wurde inspiriert von der lieben Janina mit ihrem Blog lebensbeat und meiner wundervollen Tochter