Veröffentlicht in Allgemein, Blogparade, Der schönste Moment mit meinen Kindern, Hebammen, Kinder

Was bedeutet Geburt für mich?

 

 

Die zwei wundervollen Geburten die ich erleben durfte, waren die Geburten meiner beiden Kinder. Beide Kinder wurden per Kaiserschnitt entbunden. Kind Nr. 1 war ein ziemlich schneller Sofort-Kaiserschnitt und Kind Nr. 2 wurde vorsichtshalber per geplanten Kaiserschnitt geboren. Aber mal der Reihe nach:

Ich hatte eine anstrengende Schwangerschaft mit frühzeitigen Wehen und ständiger Übelkeit. Am Morgen des errechneten Termins hatten wir einen Kontrolltermin beim Frauenarzt. Die ganze Nacht war schlecht, ich war zigmal zur Toilette gerannt. Mir war schlecht. Geschlafen hatte ich kaum. Ich war einfach nur fertig und bereit endlich mein Baby zu bekommen.  Der Frauenarzt aber meinte ich hätte keine Wehen. Alles gut, bis in 3 Tagen. Er machte noch Scherze, ich konnte irgendwie nicht drüber lachen.

Als wir wieder zu Hause waren tröpfelte meine Fruchtblase. Telefonat mit meiner Hebamme. Sie sagte, dass wir sofort in die Klinik fahren sollten.

Als wir in der Klinik ankommen war ich völlig fertig. Ich heulte nur noch. Eine unfreundliche Hebamme empfing uns. Ich konnte gar nicht sprechen. Mein Mann erklärt der Hebamme was war. Ihre schnippische Antwort:

„Sie bekommen, ein Baby, das ist doch kein Grund zum Weinen.“

Wieviel Fingerspitzengefühl diese Frau hatte, unglaublich.

Wir kamen in den Kreißsaal zu einer freundlicheren Hebamme. Erstmal folgte die Routine, CTG, der Arzt wurde verständigt. Der übliche Ultraschall wurde gemacht.  Plötzlich ging alles ganz schnell, der Oberarzt kam dazu. Das CTG wäre nicht in Ordnung, das Baby zu klein und schwach. Irgendetwas stimmte mit ihrer Harnblase nicht. Sofortiger Kaiserschnitt. Wir willigten ein. Im OP empfing man mich freundlich. Ich war total überrumpelt. Ich wusste gar nicht was mit mir geschah. Meinem Mann ging es genauso. Das war das Gute dran, wir hatten kaum Zeit, Angst zu haben.

Während der Narkoseeinleitung ging mein Blutdruck plötzlich flöten. Der Anästhesist hatte aber alles im Griff. Er gab mir Sauerstoff über eine Maske, ich bekam Platzangst. Dass mein Mann inzwischen auch im OP angekommen war, hatte ich überhaupt nicht mitbekommen. Ich bat ihn, mich von dieser Maske zu befreien, aber er verstand kein Wort. Irgendwann hatte der Anästhesist Mitleid, und befreite ich. Ich stabilisierte mich und der Kaiserschnitt konnte beginnen. 

Während der OP fragte der Gynäkologe plötzlich: Was erwartet ihr denn? Ein Mädchen oder einen Jungen

Und ich ganz stolz: Ein Mädchen

Dann meinte er: „Und wenn ich da jetzt einen Jungen raushole, was ist dann?“

Oh, oh! Sah der gerade mehr? Er hatte ja jetzt den besten Blick.

Meine Antwort: „Dann muss da jemand verdammt lange rosa tragen“.

Der ganze OP lachte.

Das war der Moment, auf den der Gynäkologe gewartet hatte. Eine kleine Ablenkung für mich, damit ich das Rumpeln nicht so merkte. Unsere kleine Maus war geboren.

Der Gynäkologe ganz trocken: „Nee, ist schon ein Mädchen.“

Sie kam sofort zur Kinderärztin. Schneller Check. Alles gut. Unser Mädchen war putzmunter und kerngesund. Wir waren sehr erleichtert. Und so glücklich. Selbst meinem Mann kamen die Tränen. Das hatte ich bei ihm noch nie gesehen.

Dann sah ich sie ganz kurz. Meine Tochter. Es war Liebe auf den ersten Blick.

Es folgte wieder die Routine. Ich wurde zugenäht, mein Mann war die ganze Zeit bei unserer Tochter, das beruhigte mich.

Nach schier endlosen Minuten des Wartens kam ich in den Kreißsaal zurück, wo mein Mann, meine Tochter und die Hebamme schon auf mich warteten, Ich war so komplett fertig, die Hebamme stellte die Kleine im Wärmebettchen an mein Bett ran. Jetzt konnten wir uns richtig beschnuppern. Eine ganz wertvolle, intensive Zeit. Mein Mann machte einige Fotos davon, die schaue ich mir immer noch sehr gerne an. Die Hebamme gab uns viel Zeit, das war sehr wichtig.

Wir sind so froh und dankbar, dass unsere Tochter gesund auf die Welt gekommen ist, dass alles nur falscher Alarm gewesen ist. Aber wir haben auch verdammt viel Glück gehabt, dass alles zum Guten verlaufen ist.

 

Nach all dem Trubel, war uns die Lust auf ein zweites Kind irgendwie vergangen. Aber als Kind Nr. 1 dreieinhalb Jahre war kam ihr kleiner Bruder auf die Welt. Dieses Mal machte ich mir schon sehr früh Gedanken über die Geburt. Mein Frauenarzt zeigte großes Verständnis und ich meldete mich zum geplanten Kaiserschnitt an. Ich war beruhigt. Mir war lange Zeit wohl nicht klar gewesen, wie traumatisch die Geburt von Kind Nr. 1 für mich gewesen war.

Es verlief alles in ruhige Bahnen. Wir kamen morgens in der Klinik an, ich bekam mein Zimmer. Und dann hieß es warten, warten, warten. Die Zeit zog sich endlos hin. Gegen Mittag ging es in den OP. Da hieß es wieder warten. Wenigstens bekam ich ab und zu eine Hebamme zu sehen. Ich wurde für den Kaiserschnitt vorbeireitet. Bei der Narkoseeinleitung wieder das gleiche Spiel. Der Kreislauf ging mal wieder in den Keller, mein Mann durfte nicht in den OP. Die Narkoseärzte hatten aber alles schnell im Griff, ich erholte mich schnell. Die Ärzte holten unseren kleinen Schatz, schnell und komplikationslos, während ich noch mit den Nebenwirkungen der Narkosemittel kämpfte. Dann kam der große Moment. Wir sahen unseren Sohn das erste Mal. Wieder verschleierten Tränen meinen Blick. Auch mein Mann bekam ein Taschentuch gereicht. Wir durften unseren Sohn ganz lange, noch im OP kennenlernen. Das war so schön. Nach dem Nähen musste ich noch für eine Stunde auf die Überwachungsstation. Die wahre Folter für mich. Mein Mann war die ganze Zeit bei unserem Sohn und fotografierte auch ganz eifrig. Als ich dann wieder auf meinem Zimmer war, konnte ich den kleinen Mann erst einmal genau begutachten. Mein Mann fuhr nach Hause und holte die große Schwester. Auch die war sehr gespannt auf ihren Bruder. Wir genossen die ersten Stunde zu viert.

 

Diese beiden Geburten sind jetzt fast sechs und zweieinhalb Jahre her, aber ich kann mich noch an ganz viele Momente erinnern, als wären sie erst gestern passiert. Diese zwei Geburten sind das wichtigste, intensivste und schönste Ereignis in meinem Leben gewesen. Und ich bin froh und dankbar dafür.

 

Dies ist mein Beitrag zur Blogparade der lieben Tanja von herzbauchwerk

Veröffentlicht in Allgemein, Danke, Kinder, Schwangerschaft

Meine Hebamme ist für mich so wichtig gewesen

 

 

 

Dieser Artikelwurde auch auf 1-2-familiy.de veröffentlicht. Ich durfte dort als Gastautorin wertvolle Erfahrungen sammeln. Das war sehr wichtig für mich. Vielen Dank dafür

 

Das meine Hebamme für mich und meine beiden Kinder einmal so wichtig werden würde, hätte ich nie gedacht. Sie arbeiten nicht nur im Kreißsaal und helfen bei der Geburt. Meine Hebamme war vor allem auch eine psychische Stütze für mich.

Hier ist meine Geschichte

Als ich von meiner ersten Schwangerschaft erfuhr, war ich obwohl die Schwangerschaft geplant war, ziemlich überrumpelt. Wie hat es jetzt doch geklappt? Und nun, was muss ich denn jetzt machen?

Im Internet las ich immer wieder, man sollte sich schon früh eine Hebamme suchen und zu einem Geburtsvorbereitungskurs anmelden. Ich meldete ich also brav bei der Hebamme in meiner Nähe für diesen Kurs an.

Nee, bin ja nur schwanger und nicht krank

Bei dem sehr netten Telefonat merkte ich gleich, das wir auf einer Wellenlänge lagen. Als sie mich dann fragte, ob ich Probleme hätte und ob sie vorbeikommen sollte, lachte ich leise und sagte: „Nee, alles gut. Bin ja nur schwanger und nicht krank!

Ich ahnte nicht, dass sich das ein paar Wochen später ändern würde.

In der 20 SSW bekam ich vorzeitige Wehen. Nichts ging mehr. Ich durfte nicht mehr arbeiten, sollte viel liegen. Mein Frauenarzt machte mir große Angst. Ich sah immer nur die Bilder von Frühchen vor mir, die in ihren Brutkästen lagen und hart um ihr Leben kämpfen mussten. Diese dünne Haut, die durchscheinenden Gefäße. Ich war panisch und hatte große Angst um unser Baby. 20 SSW, da ist das Baby noch nicht lebensfähig.  Ich weinte viel.

 

Sie beruhigte mich mit wenigen Worten

Ich rief meine Hebamme an, sie kam sofort. Wir lernten uns zwar jetzt erst persönlich kennen, aber sie bemerkte sofort meine Verunsicherung. Sie beruhigte mich mit wenigen Worten. Auch so ein Talent, was nur wenige Menschen besitzen. Alles halb so schlimm, die Frauenärzte machten es immer sehr dramatisch, damit die Frauen sich auch wirklich schonen würden.

Neben den beruhigenden Worten, gab es noch unheimlich viele Tipps und Tricks. Und ein tolles homöopathisches Pulver, das die vorzeitigen Wehen wieder verschwinden lassen sollte. Nach diesem Gespräch war ich wieder in der Spur. Ich war beruhigt. Ich schonte mich und die vorzeitigen Wehen verschwanden. Einmal weil ich wirklich viel gelegen habe und mich geschont habe und weil meine Hebamme sofort an meiner Seite war. Sie hat mich nicht als panische Schwangere abgetan, sie hat mich ernst genommen.

Endlich konnte ich meine weitere Schwangerschaft genießen. Der Bauch wurde runder. Viel Neues aber auch viel Erschreckendes gab es beim Geburtsvorbereitungskurs. Aber immer mit ganz viel Spaß bei der Sache.  Einige Dinge bleiben einfach in der Erinnerung und ich schmunzle alleine beim Gedanken an das laute Stöhnen üben. Und das Gesicht meines Mannes als er beim Vater-Mit-Bring-Tag die ganzen Bilder der Geburt sah. Dieser Blick von ihm, unbezahlbar.

Bis in drei Tagen…..

Am Tag des errechneten Termins saß ich bei meinem Frauenarzt, ich meinte ich hätte Wehen. Mir ging es schlecht, war ständig auf der Toilette, konnte nicht schlafen, war nur noch unruhig. Das CTG zeigte keine Wehen an, bis in drei Tagen. Auf Wiedersehen.

Auf dem Weg nach Hause ging es mir immer schlechter. Das ganze Wochenende sollte ich so aushalten? Ich nahm mir vor, zu Hause sofort meine Hebamme anzurufen. Dort angekommen tröpfelte es aus meiner Fruchtblase. Als ich sie anrief, schickte sie uns sofort in die Klinik.

Eineinhalb Stunden nach unserem Eintreffen in der Klinik, war unsere kleine Maus per Sofort-Kaiserschnitt geboren. Die Ärzte rieten uns wegen zu erwartenden Komplikationen zu diesem Kaiserschnitt, über den ich weiterhin sehr froh bin. Und nebenbei bemerkt, ich fühle mich als richtige Mutter.

 

Ich kam nicht so richtig in Gang

Die ersten Wochen mit Kind waren sehr anstrengend, auch da war meine Hebamme unersetzlich für mich. So manches Mal stand ich auf dem Schlauch, kam nicht so richtig in Gang und kapierte so manches erst beim fünften Mal. Meine Hebamme unterstützte mich großartig. Und ihre unmissverständlichen, klaren Ansagen kamen dann auch bei mir an. Und genau die, brauchte ich.

Der Rückbildungskurs war anstrengend und zäh, aber ich sah ein, das ich ihn auch wirklich brauchte.

Da meine Hebamme mich so super bei meiner ersten Schwangerschaft begleitet hatte, war sie bei Nummer 2 natürlich auch an meiner Seite.

Die Schwangerschaft verlief aber ganz anders. Viel ruhiger, weil ich ruhiger war.  Auch hatte ich meinen Frauenarzt gewechselt. Der braucht auch nicht viele Worte, hatte alles im Griff. Ich fühlte mich in guten Händen. Zum Screening schickte er mich zu einem Spezialisten, der machte Ultraschall, das war der absolute Wahnsinn.

Den Geburtsvorbereitungskurs, nahm ich als Zeit für mich mit. Da die Geburt unserer Tochter, ja nicht ganz komplikationslos verlaufen war, hatte ich mich schon früh für einen geplanten Kaiserschnitt entschieden. Das gefiel ihr zwar nicht, aber ich setzte mich durch. Da waren wir das erste Mal nicht so ganz einer Meinung.

Die Nachsorge von ihr lief wieder gleich ab. Sie begleitete mich sehr gut. Ich war wieder ziemlich konfus, sie fing das auf. Hier und da ein paar klare Worte. Ich muss immer noch an die Situation denken, wo ich wirklich nichts gerafft habe. Ich hatte mich erkältet, hatte Halsweh.

Da sagte sie: „Dann mach dir bitte einen Schal um“.

Ich: „Den muss ich erst bügeln“.

Sie: Mach den Schal um, sofort, ohne ihn zu bügeln.

Ich band den Schal um. Was die wohl von mir gedacht hat? Ich möchte es nicht wissen.

 

Liebe Bundesregierung, seid ihr keine Mütter und Väter?

Abschließend kann ich nur sagen, das meine Hebamme für mich unheimlich wichtig gewesen ist. Und es für jede werdende Mutter ein Schlag ins Gesicht ist, wenn man sie alleine stehen lässt. Und es ist für jede Hebamme ein Tritt in den A…. ist, wenn die Bundesregierung nicht für diese Hebammen kämpft. Die Bundesregierung kann die Hebammen doch nicht alleine im Regen stehenlassen.  Die Beiträge für die Versicherungen gehen über das bezahlbare Maß hinaus. Die meisten Hebammen gehen mit ganz viel Herzblut und Engagement in ihren Beruf auf. Das kann man über die wenigsten Politiker behaupten.

 

Eure Nadine

 

P.S. Kerstin, vielen lieben Dank für ALLES !!!

 

Veröffentlicht in Allgemein, Kinder, Mehr Zeit für mich, Mein Wort 2017, Thema des Monats

Mehr Zeit für mich

 

Mitten in der Nacht steht eine Fee an meinem Bett und weckt mich mit ihrem Zauberstab.

„Liebe Nadine“, sagt sie, du hast dir heute einen ganz besonderen Tag verdient. Deine Kinder sind versorgt. Dein Mann ist beschäftigt. Du darfst den ganzen Tag nur das machen was du möchtest“. Dann pustet sie mir noch ein bisschen Feenstaub ins Gesicht und ist auch schon wieder verschwunden.

Wenn das wirklich wahr wäre, wie würde so ein freier Tag dann für mich aussehen? Ich spinne mal los.

Es ist ein warmer Juni-Morgen. Gerade mal 22°C warm, es weht ein laues Lüftchen. Ich habe ausgeschlafen und döse noch lange in den Kissen. Ich dusche ausgedehnt, nun bin ich wach. Gut gelaunt gehe ich frühstücken, ins Bistro ein paar Straßen weiter. Nachdem ich nur lauter gesunde und wohlschmeckende Dinge vom reichhaltigen Buffet gegessen habe, gönne ich mir noch einen Latte auf der Sonnenterasse. Sonne tanken ist angesagt.

Dann gehe ich zu meiner Friseurin. Dort lasse ich mich mit dem vollen Programm verwöhnen. Meine Haare sind so trocken, sie brauchen besonders viel Pflege. Der neueste Klatsch und Tratsch wird durchgekaut. Oh diese Kopfmassage ist göttlich, bitte nicht aufhören.

Einen Raum weiter wartet schon meine Kosmetikerin auf mich. Hier noch einmal das Ober-Verwöhn-Programm für mich. Das Besondere Highlight: dieses Moorwärmekissen in meinem Rücken, wärmt entspannt mich total. Während die Feuchtigkeitsmaske auf meinem Gesicht einwirkt bekommen meine Fingernägel einen neuen Schliff. Noch mehr Wellness geht fast nicht.

Danach gehe ich ganz entspannt ein paar Stunden shoppen. Irgendetwas fehlt ja immer im Schrank. Und keiner muss alle 200 Meter Pipi. Ich gehe in jedes Geschäft und schaue mich um. Ich probiere die Sachen sogar an, jetzt wo ich die Zeit dafür habe.

in einem kleinen gemütlichen Restaurant esse ich zu Mittag. Mit Dessert und Cappuccino, aber ohne Unterbrechungen  

Am Abend komme ich erschöpft zu Hause an. Ich schaue noch ein bisschen Fernsehen, leere die halbe Flasche Wein aus dem Kühlschrank, und gehe dann ziemlich tüttelig ins Bett.

 

STOPP!!!!!!

 

IST JA GUT JETZT!!!!!

 

Das wäre für mich schon zu viel des Guten.

 

Liebe gute Fee,

komm nochmal an mein Bett. Ich habe keine großen Wünsche für mehr Zeit für mich. Aber ein paar kleine, wenn du mir die erfüllen könntest, das wäre schon was wert.

  •   Ich möchte mal einen Tag ausschlafen können und den ganzen Tag das Bett nicht verlassen zu müssen
  •   Ich möchte ohne Stress zum Friseur gehen können.
  •   Ein Termin bei der Kosmetikerin wäre auch nicht schlecht.
  •   Einmal in der Woche möchte ich zum Sport gehen können und nicht zu müde vom Alltag sein
  •   Ich möchte eigentlich keine Diät mehr machen müssen
  •   Ich möchte alleine zur Toilette gehen
  •   Ich möchte alleine duschen
  •   Einmal am Tag möchte ich meine Tasse Kaffee noch warm trinken
  •   Ich möchte, dass wir alle gemeinsam zu Abend essen und dabei sitzen bleiben. So können wir uns wenigstens mal in Ruhe unterhalten
  •   Ich möchte das wir am Sonntag gemeinsam etwas als Familie unternehmen. Schwimmen gehen oder in den Zoo. Das ist gemeinsame Zeit für die Seele von uns allen
  •   Ich möchte alleine Schokolade, Chips und Eis essen, ohne schlechtes Gewissen

 

Siehst du liebe, gute Fee das sind doch gar keine großen Wünsche, oder? Kriegen wir das hin?

Dieser Beitrag wurde inspiriert vom Müttermagazin mit dem Thema des Monats: Mehr Zeit für mich. Vielen Dank das ich daran teilnehmen durfte.

Und noch eine weitere Blogparade hat diese wunderschöne Thema aufgeriffen. Liebe Kuchenerbse, DANKE das ich daran teilnehmen darf

 

 

Veröffentlicht in Allgemein, Blogparade, Erkältungswelle, Kinder, Wenn ich das vor dem ersten Kind gewusst hätte

Wenn ich das vor dem ersten Kind gewusst hätte……

 

Hallo, ich bin Nadine, verheiratet, Mutter von zwei Kindern. Bevor ich mit Kiddy 1 schwanger wurde, hatte ich mir gar keine Gedanken gemacht, wie sehr sich unser Leben mit Kind verändern würde. Ich bin da so ein bisschen locker rangegangen. Ich wollte auf alle Fälle nach einem Jahr wieder voll arbeiten gehen. Das Kind mit in die Kita meines Arbeitgebers nehmen. Kiddy 1sollte nach einer beschwerlichen Schwangerschaft ein Einzelkind bleiben. Ich wollte mit meinem Mann alleine in meinem Bett schlafen.

Okay, nur so viel. Nichts davon ist auch wirklich eingetreten.

Wenn ich vor dem ersten Kind nur geahnt hätte, wie sehr so ein kleiner Zwerg dein Leben und jegliche Zukunftsplanung komplett auf den Kopf stellen kann. Dann hätte ich mir doch ein paar Gedanken gemacht. Klar der Schlafentzug machte aus mir einen anderen Menschen, einen Menschen mit einem ganz dünnen Nervenkostüm. Aber dieses kleine, hilflose Bündel Mensch machte mich zu einer Mama. Ich begann die Verantwortung für diesen kleinen Menschen zu übernehmen.

Stundenlang konnte ich ihr beim Schlafen, Pupsen, Räkeln und Grimassen ziehen zuschauen. Ich bin durch sie viel reifer und verantwortungsvoller geworden. Ich habe die Zeit mit ihr so genossen. Ich konnte mich kaum von ihr trennen, auch nachts nicht. Sie schlief natürlich viel in unserem Bett. Meine Elternzeit verlängerte ich schnell auf drei Jahre, ich konnte mir nicht vorstellen meine Kleine mit einem Jahr in die Kita zu geben. Mein Job war mir sicher, hätte sich aber irgendwie sehr verändert. Das war auch kein Anziehungspunkt mehr für mich.

Als die Kiddy1 dreieinhalb Jahre war, kam der Rabauke auf die Welt. Irgendetwas fehlte uns. Wir waren noch nicht komplett. Jetzt sind wir es. Es war ein tolle und unbeschwerte Schwangerschaft. Anstrengend waren natürlich wieder dieser Schlafentzug und seine Infektanfälligkeit. Jeglicher Infekt brachte noch weniger Schlaf und noch mehr Sorge. Jetzt ist der Rabauke fast zweieinhalb und ich denke, es wird besser. Beide Kinder lieben sich abgöttisch und können, wenn sie sich einig sind, ruckzuck die ganze Wohnung auf den Kopf stellen. Bei uns ist es so irrsinnig laut. Ob beim Spielen, Essen oder ins Bett bringen. Wir hätten die Stille noch mehr genießen sollen. Aber das alles ist gut so. So soll es sein, so soll es bleiben. Laut und chaotisch und nicht anders.

 

 

Vor den Kindern hätten wir nochmal:

 

Bewusst ungestört zum Abendbrot essen sollen

Bewusst stressfrei und in Ruhe in einem Restaurant essen gehen sollen

Bewusst einen schönen Kinoabend mit Spätvorstellung und anschließender Kneipentour unternehmen sollen.

Bewusst einen ruhigen Urlaub verbringen sollen

 

Einen Dornröschen-Schlaf machen müssen

Eine Nacht allein in einem ganz großen Bett schlafen müssen

Eine Riesen-Shoppingtour unternehmen müssen

 

Kurz gesagt, wir hätten einfach noch bewusster und intensiver unser Leben zu zweit genießen sollen. Aber unsere Kinder sind das Beste, was uns je passiert ist. Ich würde die beiden für nichts auf dieser Welt eintauschen, obwohl für ein riesengroßes Wasserbett das in einem kleinen Häuschen in der Karibik steht…….

 

Nein! Natürlich nicht!

 

Ein kleiner Ratschlag von mir an alle Bald-Mamis oder in Planung-Mamis: Hört nie (!!!! ) darauf was andere Mütter über ihre Wunder-Vorzeige-Ganz-schnell-trocken-Kinder berichten. Das ist meist alles gelogen! Da klappt in Wahrheit gar nichts zu Hause. Lasst euch nicht unter Druck setzen, egal ob es ums Trocken werden, wieder arbeiten gehen oder um die beste Frühförderung geht. Macht das, was euch euer Herz sagt und ihr meint, was das Beste für euer Kind ist. Das ist meist das einzig Richtige. Nur ihr kennt euer Kind!

 

Eure Nadine

 

 

 

Dieser Text wurde inspiriert von der Blogparade der lieben Rubbelmama. Vielen Dank das ich noch daran teilnehmen durfte

Veröffentlicht in Allgemein, Blogparade, Der schönste Moment mit meinen Kindern, Herzblut, Kinder, Mein Wort 2017, Moro-Reflex

Mein Wort für 2017

 

Was ist mein Wort für 2017? Welches Wort soll mich 2017 begleiten? Welches Wort soll 2017 für mich stehen? Eine gute Frage. Nach kurzem Nachdenken komme ich auf das Wort:

 

 

HERZBLUT

 

 

Okay, und warum jetzt? Ich versuche es zu erklären.

 

Ich bin Mutter von zwei kleinen Kindern. Ich bin eine Löwenmutter mit ganz viel HERZBLUT. Unsere große Tochter war nie so ganz einfach. Erst kam eine ausgeprägte Fremdelphase und dann eine sehr ausgeprägte Trotzphase. Aber beide Male bin ich gemeinsam, mit meiner Tochter durch diese schwere Zeit gegangen. Ich habe das nicht einfach so abgetan, so nach dem Motto:

„Stell dich nicht so an“!

„ Irgendwann vergeht diese Phase schon wieder“.

Ich bin der Sache auf dem Grund gegangen. Warum ist meine Tochter so? Gibt es das bei anderen Familien auch? Was kann man dagegen tun? Bei der Trotzphase haben wir einfach nur versucht auf unsere Tochter einzugehen, sie ernst zu nehmen, auch wenn es schwerfiel. Es war eine ziemlich schwere Zeit. Geholfen hat mir, darüber zu schreiben, es noch einmal mit zu erleben, es abzuschließen. Als ich diesen Artikel in meinen Blog stellte, merkte ich, wie viele Familien auch damit bzw. dagegen zu kämpfen haben. Wenn mein Artikel nur einer Familie geholfen hat, ist es schon gut gewesen.

Die Fremdelphase war schon eine härtere Nuss, es war ein noch nicht vollständig abgebauter Moro-Reflex. Das konnten wir alleine nicht überwinden. Sie verweigerte jegliche U-Untersuchungen, Zahnarztbesuche, Sprachstands- Messung. Wir mussten uns professionelle Hilfe suchen. Auch da stand ich meiner Tochter immer bei. Sie machte das großartig. Nach mehr als einem Jahr harter Arbeit sind wir jetzt am Ziel angekommen.

U-Untersuchungen, Impfungen und Zahnarzt sind kein Problem mehr, und die Schuleignungs-Untersuchung hat sie auch gemeistert. Auch habe ich über diese Erfahrungen in meinem Blog geschrieben. Das Interesse daran war sehr groß. Das schönste Lob bekam ich aber von unserer Therapeutin. Ein paar Monate nach Abschluss unserer Therapie, schrieb ich ihr eine E-Mail. Ich schrieb das unsere Tochter die Schuleignungs-Untersuchung gemeistert hätte und verwies auf meinen Blog-Beitrag. Sie schrieb mir mit sehr beeindruckenden Worten zurück, dass sie mich immer als liebevolle Mutter erlebt hätte, die hundertprozentig hinter ihrem Kind stehen würde. Und das es sehr angenehm gewesen wäre, mit uns zu arbeiten. HERZBLUT!!!! Das ist HERZBLUT!!!!

Ich würde jeden dieser Schritte genauso wieder gehen. Ich werde meine beiden Kinder weiterhin als das größte Glück auf Erden sehen, die es tausend prozentig verdient haben, die größtmögliche Unterstützung für einen optimalen Start ins Leben zu bekommen. Auch wenn ich so manches Mal, schon an meine Grenzen gekommen bin, lohnt es sich. Wenn ich abends meine schlafenden Kinder anschaue, dann weiß ich wofür ich das alles tue. Da lodert denn so ganz ruhig eine Flamme in mir. Die Flamme hat den Namen HERZBLUT.

 

Für 2017 habe ich mir vorgenommen mit mindestens genauso viel HERZBLUT meine Kinder zu unterstützen und zu begleiten. Die Große wird einen riesigen Schritt in Richtung Schule machen müssen. Der Kleine kommt in den Kindergarten und wird dort seine Fortschritte machen. Und ich kann mehr Zeit und HERZBLUT in meine Leidenschaft, das Schreiben, investieren. Schreiben ist wie Therapie für mich. Denn auch wenn ich schreibe, lodert eine ganz kleine ruhige Flamme in mir, ihr wisst schon welche, oder?

 

 

 

Dies ist mein Beitrag zur Blogparade von Tellyventure

Und gleichzeitig habe ich diesen Text auch für die Blogparade von Michael von Zeit für Plan B verwendet. Danke für das schöne Thema

Veröffentlicht in Allgemein, Blogparade, Der schönste Moment mit meinen Kindern, Kinder

Mein schönster Moment mit meinen Kindern-Blogparade

 

Mit meinen zwei Kindern habe ich schon viele schöne Momente erlebt. Und ich hoffe das ich noch ganz viele schöne Momente mit ihnen erleben werde.

Aber der aller schönste Moment war ganz klar, der erste Moment mit meinen neugeborenen Babys. Jede Mutter weiß, wie schön und einzigartig dieser Moment ist. Auf diesen Moment hatte ich mich so sehr gefreut. Es war umwerfend, aber bei beiden Kindern komplett unterschiedlich.

Kind Nr. 1 kam ziemlich schnell per Sofort-Kaiserschnitt auf die Welt. Und da die Ärzte den Verdacht hatten, das sie nicht ganz gesund wäre, kam sie sofort zur Kinderärztin. Nach dem ersten Check durfte ich sie kurz sehen. Entwarnung, alles gut. Nur konnte ich sie kaum sehen, da meine Augen voller Tränen waren. Erst als ich zurück in den Kreißsaal kam, sah ich sie dann. Mein Mann war schon längst mit unserer Tochter dort angekommen, während ich noch zugenäht wurde. Die Hebamme badete sie und zog sie an. Dann stellte sie meine Tochter im Wärmebettchen an mein Bett. Endlich konnte ich sie richtig sehen, auch mal anfassen und mit ihr sprechen: Hallo, hier ist deine Mama! Oh, was bist du süss! Was hast du schon für lange Haare!

Die Fotos die mein Mann in diesen Momenten von uns schoss, sind bis heute noch sehr wichtig für mich. Ich schaue sie mir immer noch sehr, sehr gerne an. Die Hebamme gab uns damals sehr viel Zeit für diese Momente. Das war sehr rücksichtsvoll von ihr.

Kind Nr. 2 kam per geplanten Kaiserschnitt auf die Welt. Das kam nicht so überraschend, da konnte ich vorher planen. So ein bisschen zumindest. Meinen Mann hatte ich gebeten, wieder ganz viele Fotos zu machen. Und dieses Mal bekam ich Nr.2 noch im OP zu sehen. Die Hebamme hielt ihn uns ganz lange hin. Ich konnte ihn trotz vieler Tränen sehen und sogar küssen. Wegen eines Kreislaufabfalls musste ich dann noch zur Beobachtung in den Aufwachraum. Wertvolle Zeit ging mir verloren, aber mein Mann knipste fleißig. Auch diese Fotos schaue ich mir immer noch oft an. Die verlorene Zeit holten wir nach, als mein Mann die große Schwester ins Krankenhaus holte. Ich hielt Nr. 2 die ganze Zeit im Arm. Ich konnte ihn fühlen und riechen. Wir kuschelten und erholten uns von dem Stress.

Dann kann ich mich noch bei beiden Kindern an das erste Kuscheln, das erste Stillen und die ersten Nächte erinnern. Die einfach ganz tief in meinem Herzen und meinen Erinnerungen verankert sind und dort für immer bleiben.

 Gleichzeitig möchte ich aber auch den schlimmsten Moment mit meinem Kind nicht vergessen. Mein sechs Monate altes Baby lag mit einem bösen Virusinfekt in der Kinderklinik. Man musste ihm einen Zugang über die Kopfvene legen. Das war wirklich ein grausamer Anblick für mich. Mein kleiner Schatz lag schweratmend in diesem Krankenhausbett und ich war so machtlos. Inzwischen ist das fast zwei Jahre her, aber vergessen werde ich das nie.

 

Die ist mein Beitrag zur Blogparade der lieben Yvi

 

 

 

 

 

Veröffentlicht in Allgemein, Blogparade, Frühling, Kinder

Die schönste Jahreszeit mit meinen Kindern

Welche Jahreszeit ich am liebsten mit den Kindern habe? Ganz klar, den Frühling!!!

Ich finde es gibt nichts Schöneres als der Natur beim Aufwachen zuzusehen. Der Winter war lang und kalt. Unser Garten wird wieder etwas grüner. Das Gras wächst, die Sträucher bekommen zarte Knospen. Die ersten Tiere beenden ihren Winterschlaf.

Wir genießen die milden Temperaturen. Die Sonne wärmt den Tag auf. An den ersten Tagen kann ich mein Gesicht gar nicht lange genug in die Sonne halten. Sonne tanken ist angesagt. Ich habe an diesen Tagen auch extra gute Laune. Nicht nur die Natur erwacht, auch wir Menschen erwachen wieder. Meine beiden Mäuse toben durch den Garten, und drehen richtig auf. Schaukeln, Rutschen und Klettern macht im Frühling auch viel mehr Spaß. Der Sandkasten wir mindestens dreimal komplett umgepflügt.

Sie beobachten die ersten Vögel, und hoffen das sie ihr Nest in Opas Vogelhäuschen bauen. Wir begrüßen Schmetterling Fred. Fred ist jedes Jahr bei uns im Garten. Er ist ein Zitronenfalter und meine Kinder glauben, dass es jedes Jahr der gleiche Fred ist. Ich lasse sie in dem Glauben, ich finde das schön.

Besonders schön ist auch das es unsere Nachbarn auch nach draußen zieht. Es beginnt mit einem Schnack überm Gartenzaun und endet meist mit langen und guten Gesprächen auf der Gartenbank. Unsere Nachbarn sind die Ersatzgroßeltern für unsere Kinder und werden heiß geliebt. Über den Winter haben wir uns zwar oft gesehen, aber nie so lange und oft wie im Frühling und Sommer. Die Kinder stehen sehnsüchtig wartend am Gemüsebeet. Wann sind denn endlich die Erdbeeren reif. Darauf müssen sie noch warten, auch wenn es schwerfällt.

 Wir fahren meist im April oder Mai ein paar Tage an die Nordsee. Zu der Zeit ist es dort schöner als im Hochsommer. Auch sind die Urlaubsorte dann noch nicht so voll. Was auch den Vorteil hat, das man im Restaurant auch nicht so lange aufs Essen warten muss. Jeder der Kinder hat, weiß das zu schätzen.

Natürlich ist der Sommer auch toll. Wenn es so richtig heiß ist, stellen wir das Planschbecken und den Gartensprenger auf und los geht es. Das Lachen, Juchen und Kreischen der Kinder vor Freude, unbezahlbar.

Und im Herbst in Blätterhaufen springen bis es keine Haufen mehr gibt. Aber nicht bei Sturm und Regen.

Im Winter Schlitten fahren und einen Schneemann bauen. All das hat seinen besonderen Reiz. Aber rotgefrorene Näschen und steife, kalte Finger sind da nicht so lustig.

Ach, wir sind einfach Frühlingsmenschen und freuen uns schon auf den nächsten Frühling, dabei ist es erst Dezember.

 Dies ist mein Beitrag zur Blogparade der lieben Nicole

 

 

 

 

 

Veröffentlicht in Allgemein, Erkältungswelle, Kinder, Update

Update zu meinem Artikel- Die Erkältungszeit geht so langsam wieder los

 

Im Oktober berichtete ich ja bereits über die Krankheitssituation bei unseren Kindern.

Für alle Interessierten hier der link

 

Kurzer Rückblick: Unsere große Tochter geht in den Kindergarten und der kleine Bruder bekam jeden Infekt seiner Schwester mit ab. Highlight war ein böser Virusinfekt der sogar einen Krankenhausaufenthalt erforderte. Eine anschließende Asthmaerkrankung und Pseudo-Krupp-Anfälle konnten nicht ausgeschlossen werden. Und wir machten echt eine harte Zeit durch, die so etwa 1,5 Jahre dauerte. Ein hochfieberhafter Infekt nach dem anderen mit Antibiotika und Inhalieren mit Asthmamedikamenten. Ich muss wirklich sagen, ich ging am Stock, da auch ich jeden Infekt mitnahm. Diese ständige Angst um die Kinder und genau zu wissen, dass man wieder eine Horrornacht vor sich hat, nahm mich sehr mit.

 

Inzwischen ist die Große das dritte Jahr im Kindergarten und es scheint so als ob es besser wird (Ganz schnell dreimal auf Holz geklopft). Es ist wirklich so. Ich hatte das irgendwie nie geglaubt. Aber wenn ich mich an den Dezember im letzten Jahr zurückerinnere, da hatte der Kleine ab Nikolaustag neun Tage Antibiotikum genommen wegen einer eitrigen Mandelentzündung und über Weihnachten Antibiotikum bei einer Bronchitis. In diesem Winter sind beide Kinder noch von der großen Erkältungswelle verschont geblieben ( Nochmal dreimal schnell, ihr wisst schon). Klar kamen aus dem Kindergarten sämtliche Keime zu uns. Und hier und da läuft die Nase, und gefiebert haben auch schon beide. Aber es hielt sich alles im Rahmen. Und da bin ich so froh und dankbar drüber, das glaubt keiner.

Im Kindergarteneingang hängen immer noch abwechselnd die Schilder mit den Krankheiten: Magen-Darm-Virus, Scharlach, Hand-Fuß-Mund-Krankheit, Bindehautentzündung, ……

Aber diese Schilder schrecken mich nicht mehr so ab.

 

Die große Läuse-Epidemie wird hoffentlich im nächsten Jahr mal ausbleiben. Und wenn die Eltern ihre Kinder nach einem Magen-Darm-Infekt auch wirklich 48 Stunden zu Hause lassen, wird uns diese auch nicht mehr ereilen. Die hatten wir nämlich schon zweimal in diesem Jahr. Auch keine schöne Sache. So nach dem Motto: einer k…. immer!

Ich hoffe inständig das es weiterhin bergauf bei uns geht. Und irgendwann kann uns eine Erkältung gar nichts mehr anhaben.

 

Wie ist es bei euch?

Steckt ihr mittendrin im Erkältungs-Wahnsinn? Und ihr wisst kaum noch weiter? Und das Wort Schlaf ist euch völlig fremd?

Oder wird es bei euch auch schon besser? Seht ihr Licht am Horizont?

Oder haben eure Kinder so ein bombiges Immunsystem das ihr so etwas wie Erkältungsinfekte gar nicht kennt? Was ist eure Geheimwaffe? Lasst uns daran teilhaben.

 

Veröffentlicht in Allgemein, Blogparade, Danke, Hebammen, Kinder

Ohne meine Hebamme, wäre so einiges schiefgelaufen

 

Bevor ich schwanger wurde, dachte ich Hebammen sind nur im Krankenhaus beschäftigt und helfen bei der Geburt der Babys so ein bisschen mit.

Nach zwei Schwangerschaften sehe ich das mal ganz anders.

Hier ist meine Geschichte:

Als ich von meiner ersten Schwangerschaft erfuhr, war ich obwohl die Schwangerschaft geplant war, ziemlich überrumpelt. Im Internet las ich immer wieder. Man sollte sich schon früh eine Hebamme suchen und zu einem Geburtsvorbereitungskurs anmelden. Ich meldete ich also brav bei der Hebamme in meiner Nähe für diesen Kurs an. Bei dem sehr netten Telefonat merkte ich gleich, das wir auf einer Wellenlänge lagen. Als sie mich dann fragte, ob ich Probleme hätte und ob sie vorbeikommen sollte, lachte ich leise und sagte: „Nee, alles gut. Bin ja nur schwanger und nicht krank!

Ich ahnte nicht, dass sich das ein paar Wochen später ändern würde.

In der 20 SSW bekam ich vorzeitige Wehen. Nichts ging mehr. Ich durfte nicht mehr arbeiten, sollte viel liegen. Mein Frauenarzt machte mir große Angst. Ich sah immer nur die Bilder von Frühchen vor mir, die in ihren Brutkästen lagen und hart um ihr Leben kämpfen mussten. Diese dünne Haut, die durchscheinenden Gefäße. Ich war leicht panisch.

Ich rief meine Hebamme an, sie kam sofort. Wir lernten uns kennen und sie bemerkte sofort meine Verunsicherung. Sie beruhigte mich mit wenigen Worten. Alles halb so schlimm, die Frauenärzte machten es immer sehr dramatisch, damit die Frauen sich auch wirklich schonen würden. Neben den beruhigenden Worten, gab es noch unheimlich viele Tipps und Tricks. Und ein unheimlich tolles homöopathisches Pulver, das die vorzeitigen Wehen wieder verschwinden lassen sollte. Nach diesem Gespräch war ich wieder in der Spur. Ich war beruhigt. Ich schonte mich und die vorzeitigen Wehen verschwanden.

Endlich konnte ich meine weitere Schwangerschaft genießen. Der Bauch wurde runder. Viel Neues aber auch viel Erschreckendes gab es beim Geburtsvorbereitungskurs. Aber immer mit ganz viel Spaß bei der Sache.  

Am Tag des errechneten Termins kam saß ich bei meinem Frauenarzt, meinte ich hätte Wehen. Mir ging es schlecht, war ständig auf der Toilette, konnte nicht schlafen, war nur noch unruhig. Nur er meinte ich hätte keine Wehen, bis in drei Tagen. Auf Wiedersehen. Auf dem Weg nach Hause ging es mir immer schlechter. Das ganze Wochenende sollte ich so aushalten? Ich nahm mir vor, zu Hause sofort meine Hebamme anzurufen. Dort angekommen tröpfelte es aus meiner Fruchtblase. Als ich sie anrief, schickte sie uns sofort in die Klinik. Eineinhalb Stunden nach unserem Eintreffen in der Klinik, war unsere kleine Maus per Sofort-Kaiserschnitt geboren. Die Ärzte rieten uns wegen zu erwartenden Komplikationen zu diesem Kaiserschnitt, über den ich weiterhin sehr froh bin.

Die ersten Wochen mit Kind waren sehr anstrengend, auch da war meine Hebamme unersetzlich für mich. So manches Mal stand ich auf dem Schlauch, kam nicht so richtig in Gang und kapierte so manches erst beim fünften Mal. Meine Hebamme unterstützte mich großartig. Und ihre unmissverständlichen, klaren Ansagen kamen dann auch bei mir an. Und genau die, brauchte ich.

Der Rückbildungskurs war anstrengend und zäh, aber ich sah ein, das ich ihn auch wirklich brauchte.

Da meine Hebamme mich so super bei meiner ersten Schwangerschaft begleitet hatte, war sie bei Nummer 2 natürlich auch an meiner Seite.

Die Schwangerschaft verlief aber ganz anders. Viel ruhiger, weil ich ruhiger war.  

Den Geburtsvorbereitungskurs, nahm ich als Zeit für mich mit. Da die Geburt unserer Tochter, ja nicht ganz komplikationslos verlaufen war, hatte ich mich schon früh für einen geplanten Kaiserschnitt entschieden. Das gefiel ihr zwar nicht, aber ich setzte mich durch.

Die Nachsorge von ihr lief wieder gleich ab. Sie begleitete mich sehr gut. Ich war wieder ziemlich konfus, sie fing das auf. Hier und da ein paar klare Worte. Alles gut.

Abschließend kann ich nur sagen, das meine Hebamme für mich unheimlich wichtig gewesen ist. Und es für jede werdende Mutter ein Schlag ins Gesicht ist, wenn man sie alleine stehen lässt. Und es ist für jede Hebamme ein Tritt in den A…. ist, wenn die Bundesregierung nicht für diese Hebammen kämpft. Denn die meisten Hebammen gehen mit ganz viel Herzblut und Engagement in ihren Beruf auf. Das kann man über die wenigsten Politiker behaupten.

Kerstin, vielen lieben Dank für ALLES !!! 

Banner Familyblogs

 

 

Dies ist mein Beitrag zur Blogparade von babytalk. Danke für dieses schöne Thema

Veröffentlicht in Allgemein, Danke, Kinder

Der Traumfänger

 

Stolz zeigte mir meine Tochter heute ihren selbstgebastelten Traumfänger. Schön war er. Aus Ästen, bunt, mit Federn, Kugeln und viel Schnickschnack.

Aber die Bedeutung des Traumfängers stimmte mich nachdenklich. Meine Tochter erklärte mir: Der Traumfänger soll die schönen Träume anlocken und die bösen fernhalten.

Bei den Indianern glaubt man, dass der Traumfänger die guten Träume zu dem Schlafenden durchlässt und die schlechten gefangen hält, die dann durch die Morgensonne neutralisiert werden.

Allein die Idee ist schon grandios. Und wenn das schon bei den Indianern geklappt hat, warum denn nicht bei uns?

Ich hätte gerne einen Traumfänger, der bei Menschen funktioniert. Die guten Menschen soll er anlocken, die bösen soll er fernhalten. Vor allem dieses Neutralisieren der Bösen wäre einfach genial.

Wenn das jemand erfinden könnte, wäre klasse. Dieses Ding hätte mir in der Vergangenheit sehr viele Enttäuschungen erspart und wäre für die Zukunft bestimmt sehr hilfreich.

 

Aber wen soll der Traumfänger denn anlocken?

 

·       Meine Tochter: Mein Sonnenschein, auch wenn du mir so manches Mal mit deinen großen und kleinen Macken den letzten Nerv raubst und deine Grenzen weit austestest. Ich liebe dich trotzdem noch jeden Tag mehr. Ich schaue dich stolz an, wenn du schläfst und genieße die Ruhe. Ich beobachte dich, wenn du dich unbeobachtet fühlst. Ich streichele dich sanft und ziehe deine Bettdecke noch etwas höher, damit du nicht frierst. Ich kann mein Glück so manches Mal kaum fassen. Und du hast so einen feinen Charakter. Dein Gerechtigkeitssinn, dein Dickkopf und dein Durchsetzungsvermögen sind sehr ausgeprägt. Deine Schönheit haut mich öfters einfach nur so um. Du hast die wunderschönsten Augen, die längsten Wimpern und das unwiderstehlichste Lächeln dieser Welt. Ich bin so stolz auf dich. Gehe weiter so stark voran in deinem Leben. Ich bin bei dir und werde dich immer unterstützen. Bis ans Ende der Welt

 

·       Mein Sohn: Du bist noch so klein. Aber von unserer ersten gemeinsamen Sekunde an, unser absoluter Sonnenschein. Als du mit sechs Monaten wegen eines gefährlichen Virus in die Kinderklinik musstest, bin ich vor Angst um dich fast gestorben. Stundenlang, tagelang habe ich an deinem Bettchen gestanden und dich angesehen. Habe auf diesen ständig piependen Monitor geschaut. Noch nie im Leben habe ich so viel Angst gehabt. Umso schöner ist das du dich sehr gut davon erholt hast. Ich beobachte dich stolz, wie du groß und stark wirst. Jedes neue Wort, jedes erste Mal ist so wunderbar und einzigartig. Ich kann mich gar nicht an dir satt sehen. Nachts höre ich permanent auf deine Atmung, automatisch geht meine Hand in Richtung deiner Stirn. Jeder Infekt wirft uns wieder zurück. Aber wir schaffen das gemeinsam. Du riechst und schmeckst so gut, da kann keine Schokolade der Welt mithalten. Manchmal überfalle ich dich einfach so mit meinen Kuscheleinheiten. Das gefällt dir eigentlich gar nicht. Dafür überhäufst du mich dann mit deinen, zugegebenermaßen doch sehr feuchten Küssen. Nie habe ich einen tolleren jungen Mann geküsst als dich. Gehe weiter so. Geh voran. Schritt für Schritt. Ich bin bei dir und werde dich immer unterstützen. Bis ans Ende der Welt.

 

·      Mein Mann: Schatz, ich habe dich ja nicht einfach nur so geheiratet, sondern weil ich dich liebe. Und unsere beiden Kinder sind ja auch nicht einfach so ungeplant auf die Welt gekommen, sondern weil wir das gemeinsam geplant haben. Deshalb verzeih mir bitte, wenn ich so manches Mal ungerecht zu dir bin. Und aus einer kleinen Mücke einen riesigen Elefanten mache. Manchmal brauche ich das wohl. Manchmal weiß ich noch nicht einmal mehr worum es eigentlich ging. Und wenn mein Temperament mal wieder mit mir durchgeht, dann verzeihe mir auch das. Wir brauchten eh wieder neue Teller. Wir haben schon so viel gemeinsam durchgestanden. Mann, was haben wir aber auch schon für einen Mist mitmachen müssen. Und genau deshalb, weil wir das zusammen gemacht haben, ist es gut ausgegangen. Allerdings verzeihe ich dir ja auch so einiges. Deine schludrige Art, dein Desinteresse für Dinge die ich mag, dann dein unschuldiges Lächeln, und, und, und. Ich liebe Dich trotzdem, oder genau deswegen. Und manchmal hast du es aber auch verdient. Kussi.

 

·      Meine Waltraud: Eigentlich sind wir ja nur Nachbarinnen. Aber du und auch dein Mann sind viel, viel mehr für uns und unsere Kinder. Du hilfst uns, wie eine Mutter oder Schwiegermutter. Du passt auf die Kinder auf, wenn es bei uns eng wird. Du backst zu Weihnachten Kekse mit den Kindern. Du schiebst auch gerne mit den Kindern mal eine Runde um den Pudding und ein Plausch mit den anderen Nachbarn ist auch noch mit drin. Du genießt es sogar. Du bist unser Retter in der Not. Ich erinnere mich noch gut daran, wie ich mir den Knöchel gebrochen hatte. Der Kleine war gerade mal vier Monate alt und es war zwei Tage vor Heiligabend. Und trotzdem warst du für uns da. Unerschrocken bändigst du immer wieder meine beiden Rabauken. Und immer hast du noch eine „Kleinigkeit“ für uns: mal eine Suppe, dann eine Torte, die Kürbisse, das Gemüse und Obst, etc.

 

Danke dass es euch für uns gibt.

 

Eigentlich könnte ich hier noch so einige Menschen aufführen, die Neutralisiert werden müssten. Hatte ich auch eigentlich vor. Die Schwiegermutter, die Schwägerin, der Ex, die Ex-beste Freundin. Die Liste wäre aber zu lang geworden. Diese Leute gehören, mit Recht, nicht mehr zu meinem Leben und haben in diesem Text auch nichts mehr zu suchen.