Veröffentlicht in Allgemein, Blogparade, Hashimoto-Antikörper, Hypothyreose, Schilddrüsenunterfunktion

Da bin ich wieder!

Ich unterbreche meine Blogpause gerne für eine Blogparade an der ich so gerne teilnehme.

 

 

Auf ihrer Seite http://www.frauschweizer.de schreibt sie folgendes

Dieser eine Artikel…

Denn es gibt immer diesen einen Artikel. Diesen einen, der mit viel Liebe, viel Zeit geschrieben wurde. Diesen einen Artikel, auf den man so stolz ist. „Ja, das wir ein Erfolg, die Menschen müssen das einfach lieben“ und dann…. Dann wird dieser eine Artikel einfach verschmäht, nicht gelesen. Zur falschen Zeit gepostet, das Wetter war zu schön und keiner stöberte auf den Blogs. Ein großes Ereignis, das alles in den Schatten stellte oder der Artikel wurde einfach schlichtweg übersehen.

 

Ich finde das eine megaschöne Idee. Schaut doch mal zu Frau Schweizer rüber. Wer hat nicht den einen Artikel der Zuwenig Leser fand.

Ich habe meinen Artikel über meine Hashimoto-Thyreoiditis eingereicht.

Den Artikel findet ihr hier

 

Sonnige Grüße Nadine

Hier noch einmal der link

Veröffentlicht in Allgemein, Hashimoto-Antikörper, Hypothyreose, Schilddrüsenunterfunktion

Mein Leben mit Hashimoto-Thyreoiditis

 

Ich bin Arzthelferin von Beruf. Ich dachte, ich kenne alle gängigen Krankheiten, mit denen man im Laufe des Lebens konfrontiert werden kann. Aber wenn man dann selber nicht mehr ganz rund tickt, dann kommt man ins Grübeln. Was ist eigentlich mit mir los? Manches Mal stand ich so komplett neben mir. Das war doch sonst nicht so.

War ich depressiv? Ich hatte ja schon immer ganz nah am Wasser gebaut. Manchmal weinte ich ohne ersichtlichen Grund einfach los. Gleichzeitig kam ich jeden Morgen gut aus dem Bett und konnte auch viel Lachen. Hatte viele Interessen eigentlich war doch alles in Ordnung.

 

Aber mal von Anfang an:

Ich war Mitte 30, verheiratet, Mutter einer Tochter, wir wohnten in unserem eigenen Häuschen. Wir waren alle gesund. Eigentlich müsste ich doch ganz zufrieden sein. Anderen geht es verdammt nochmal schlechter. Aber diese Unruhe, diese Unzufriedenheit wuchs. Aber warum war ich eigentlich so unzufrieden? Ich wusste es manchmal selbst nicht.

 

Ich fing aus heiterem Himmel einen riesengroßen Streit an

Den Grund wusste ich nach ein paar Minuten selbst nicht mehr. Ich bauschte alles auf. Ich steigerte mich richtig hinein. Manchmal legte ich es sogar richtig drauf an. Oh Mann, der Haussegen hing bei uns so etwas von schief. Mehrfach hatte ich die Sachen mehr als gedanklich gepackt und wollte einfach nur weg. Aber wohin am Ostersonntag? Irgendwie fing ich mich wieder. Das mein Mann nicht meine Koffer packte, ist ein Wunder. Er ist eher der ruhigere Part in unserer Beziehung. Glücklicherweise.

 

Unser Wunsch: Wir möchten noch ein Baby

Trotz allem oder gerade deswegen wünschten wir uns noch ein Baby. Aber wie soll man schwanger werden, wenn man sich ständig streitet und nicht miteinander spricht. Auch hatte ich innerhalb eines Jahres 10 kg zugenommen. Und so fand ich mich auch nicht mehr besonders attraktiv für meinen Mann. Und überhaupt, Hey, wo kamen die Kilos denn her?

Ich war doch immer der Typ: ich kann essen was ich will, ich nehme nicht zu.

Diese Zeit war vorbei. Ich habe kaum noch was gegessen. Habe regelrecht gehungert. Machte Klimmzüge am Kühlschrank. Nichts. Jeden Monat ein Kilo mehr auf der Waage. Unglaublich. Ich brauche nicht erwähnen, dass meine Laune dadurch auch nicht besser wurde. Ich war so frustriert.

 

Irgendwann beschloss ich zum Arzt zu gehen.

Mein Hausarzt checkte mich einmal gründlich durch, nahm Blut ab, machte Ultraschall

Als er wenige Tage später die Blutwerte sah, war alles klar. „Sie haben eine Schilddrüsenunterfunktion. Wir müssen aber noch weitere Blutuntersuchungen machen.“

Wieder ein paar Tage warten, danach war klar. Es ist eine Schilddrüsenunterfunktion mit Hashimoto-Antikörpern. Ich nickte, als ob ich wüsste, was das wäre. „Und wenn wir sie mit Tabletten gut eingestellt haben, dann nehmen sie auch wieder ab.“

 

Das mit dem abnehmen hatte sich erstmal erledigt. Denn jetzt bin ich schwanger!!!

Das wird jetzt wohl eher schlecht mit abnehmen. Ja, das war ab jetzt mein geringstes Problem. Denn diese Hashimoto-Thyreoiditis kann so viel anrichten, sie hätte auch dafür sorgen können, dass ich unser Baby verliere. Mein Frauenarzt meinte wir müssten sofort auf Volldosis gehen und nicht wie mein Hausarzt meinte, langsam anfangen. Aber wenn ich mit so desaströsen Werten überhaupt schwanger geworden bin, dann wäre eine Fehlgeburt doch ungewöhnlich. Irgendwie beruhigte mich das gar nicht.

 

Ich googelte immer wieder diese Hashimoto-Thyreoiditis

Wie viele Symptome es dafür gab. Ich zähle mal nur die auf, die auf mich zutrafen: Nervosität, Reizbarkeit, Zittern der Hände, Schlafstörungen, Schwitzen, Herzrhythmusstörungen, Heißhunger, Erhöhte Kälteempfindlichkeit, Kloss im Hals, depressive Verstimmung, Motivationslosigkeit, Antriebslosigkeit, brüchige Haare und Nägel, Haarausfall, schnelle und starke fast unkontrollierbare Gewichtszunahme, Verdauungsstörungen, Gelenkschmerzen, Konzentrationsstörungen und Müdigkeit.

 

Ich las das und wusste: Ja, das ist mein Problem

 

Die Angst um mein ungeborenes Kind blieb, wurde aber weniger. Ich nahm artig meine Tabletten. Und die Schilddrüsenwerte wurden sehr viel besser und blieben dort. Mein TSH-Wert fiel von anfänglich über 17 mU/l auf unter 1 mU/l. Auch meine Laune besserte sich natürlich, aber das schiebe ich mal auf die Schwangerschaftshormone. Ich hatte eine schöne Schwangerschaft die ich, nach den ersten drei kritischen Monaten sehr genießen konnte. Mein Arzt war mit mir sehr zufrieden.

Wir bekamen einen gesunden Jungen. Unser Glück ist perfekt. Nach der Schwangerschaft brauchte es ein Jahr um wieder in einen stabilen Bereich zu kommen. Mir geht es jetzt ganz gut. 6 von 10 kg sind runter. Aber das kann ruhig so bleiben. Natürlich sind jetzt auch nicht alle Symptome plötzlich verschwunden. So ist das ja nun auch nicht.

Mein Mann und ich, wir streiten uns immer noch. Aber anders.

Und mit der Zeit wird da ein Symptom etwas weniger, mal etwas mehr, aber ich weiß jetzt besser damit umzugehen. Die Reizbarkeit, das Kälteempfinden, der Kloss im Hals und die Gelenkschmerzen sind teilweise noch zu spüren.

Ich versuche mich nicht mehr in alles hineinzusteigern. Reizen kann mich eigentlich niemand mehr. Dann drehe ich mich einfach um, wenn mich jemand nervt. Ich habe mit vielen Menschen abgeschlossen, die mir nicht guttun. Aber das muss man erst lernen.

Ist mir kalt, drehe ich die Heizung höher und ziehe mir eine dicke Strickjacke und dicke Socken an.

Diesen Kloss im Hals bemerke ich vor allem in Stresssituationen. Also versuche ich den Stress zu minimieren. Eher ein schwieriges Unterfangen.

Ich mache ein bisschen Sport. Der tut nicht nur meinem Körper gut, sondern auch meiner Psyche.  

Ich habe eine andere Einstellung zu vielen Dingen bekommen. Die Thyreoiditis mit Hashimoto-Antikörpern beherrscht nicht mein Leben. Ich lebe mit dieser Autoimmunerkrankung.

Und unterkriegen lasse ich mich schon gar nicht.

 

Wie ist es bei euch?

Wer hat auch die Hypothyreose mit Hashimoto?

Wie zeigt sie sich bei euch?

Wie sieht eure Therapie aus?

Schreibt einfach, ich bin so gespannt auf eure Erfahrungen.

Liebe Grüße Nadine