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Weihnachten mit Kind-So feiern wir

 

Unsere Kinder sind fünf und zwei Jahre alt und glauben noch an den Weihnachtsmann. Und ich möchte das, das auch noch etwas länger so bleibt. Wenn ich mich an meine eigene Kindheit zurückerinnere, war da immer ein gewisser Zauber. Eine gewisse Magie rund um den Weihnachtsmann und die Geschenke die er uns brachte. Nachdem ich später dann wusste, dass meine Mutter die Geschenke kaufte und ich auch ihre Verstecke dafür kannte, war dieses besondere Gefühl einfach weg. Und ich finde ein Weihnachten ohne einen gewissen Zauber, für Kinder eher traurig.

 Auf alle Fälle habe ich mir vorgenommen Weihnachten dieses Jahr, nicht wie vor zwei Jahren zu verbringen. Denn da hatte ich mir zwei Tage vor Heiligabend den Knöchel gebrochen. Halleluja!!! Ich bekam, weil es kurz vor Weihnachten war einen Spezial-Schuh, damit ich wenigstens Laufen konnte. Den brauchte ich auch, wie hätte ich sonst unser vier Monate altes Baby tragen sollen? Um den Bauch schnallen ging irgendwie auch nicht. Wenn ich daran zurückdenke. Die Schmerzmittel machten meinen Magen kaputt, ich konnte noch nicht einmal alleine duschen und alles war so umständlich. Also das möchten wir dieses Jahr nicht haben. Wir möchten das wir alle gesund und munter um den Tannenbaum herumsitzen werden. 

Wir werden Heiligabend wohl folgendermaßen verbringen. Am Vormittag werde ich mit den Kindern den Weihnachtsbaum (natürlich kommt uns nur ein echter Baum ins Haus) schmücken. Unsere Tochter geht jetzt das dritte Jahr in den Kindergarten und hat in der Zeit schon reichlich Baumschmuck gebastelt. Und dieser schönste Baumschmuck kommt natürlich mit an den Baum. Dieses Jahr ist auch das erste Mal, wo unser Jüngster mit schmücken wird. Oje, das wird noch einige Machtkämpfe geben, fürchte ich. Das wird laut und noch so einige Tränen geben.

Am Nachmittag werde ich mit unserer Großen in die Kirche gehen. Erstens weil wir uns das Krippenspiel anschauen möchten, und zweitens auch der Weihnachtsmann schon vorbeischauen könnte. So nach dem Motto, jetzt muss der Weihnachtsmann gerade da gewesen sein. Wir haben den schon wieder verpasst. Der ist aber auch schnell.

Mein Mann und die Kinder haben sich als Festessen Geschnetzeltes mit Spätzle gewünscht. Da gibt es bei uns keine Tradition, da wird das gekocht, was der Horde am besten schmeckt. Vor dem Essen wird aber noch die Bescherung erfolgen, sonst gibt es eh nur Unruhe.

Ich hoffe, dass wir dann einen ruhigen entspannten Heiligabend mit glücklichen Kindern verbringen können. Mein Mann fragte gestern nochmal vorsichtig an:  Wir schenken uns doch wirklich nichts, oder?  Nein, das haben wir abgeschafft, denn sonst würde mein Mann Heiligabend, kurz vor Ladenschluss losfahren, und mir irgendwas holen. Ich habe mir ja letzte Woche den Schrittzähler geholt, das ist mein Geschenk.

Am 1. Weihnachtstag kommen meine Eltern zu uns. Das ist seit ein paar Jahren zur Tradition geworden. Und da ich mir mit dem Essen auch keinen Stress machen möchte, habe ich Entenbrust mit Rotkohl, Klößen und Soße bei einem Partyservice bestellt. Und da eine gute Bekannte die Chefin dieses Service ist, weiß ich das es uns wieder erstklassig schmecken wird. Mein Bruder und seine Freundin halten es auch mit ihrer Tradition. Sie fahren mal wieder in Urlaub und gehen sämtlichen Verwandtschaftsbesuchen somit aus dem Wege. Die Eltern meines Mannes haben leider kein Interesse an uns oder ihren Enkelkindern. Das lässt sich nicht ändern, aber wir haben uns damit abgefunden. Aber ich hoffe, dass sie vor Scham einmal kräftig in die Tischkante beißen werden.

 

Der 2. Weihnachtstag wird wieder ruhiger. Unsere Kinder werden garantiert von unseren Ersatz-Großeltern (eigentlich unsere besten Nachbarn) nochmal komplett verwöhnt werden. Und das ist auch gut so. Wir sind so froh, dass wir die haben.

 

Abends werden mein Mann und ich aber froh sein, das Weihnachten vorbei ist. Wie jedes Jahr eigentlich.

 

 

Dies ist mein Beitrag zur Blogparade der lieben Sylvi von moms favorites and more